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Die 32. Ausgabe der Rallye Dakar ist auf der ersten Etappe von einem Unfall mit einer Toten überschattet worden.

Buenos Aires - Die 32. Ausgabe der Rallye Dakar ist gleich auf der ersten Etappe von einem schweren Unfall mit einer Toten überschattet worden. Der deutsche Fahrer Mirco Schultis kam mit seinem Auto Medienberichten zufolge in einer Kurve von der Straße ab und raste in eine Zuschauergruppe.

Eine 28-jährige Frau erlitt so schwere Verletzungen, dass sie im Krankenhaus starb. Zwei weitere Schwerverletzte wurden in Krankenhäusern behandelt, zwei Menschen kamen mit leichteren Verletzungen davon. Die Rennleitung betonte, dass sich der Unfall an einem nicht für Zuschauer zugelassenen Streckenabschnitt ereignet habe. Medien berichteten jedoch, die Opfer hätten dem Rennen von ihrem eigenen Grundstück aus zugesehen. Was mit Schultis und seinem Beifahrer passierte, war zunächst nicht bekannt.

Den Auftakt der Rallye gewann in der Kategorie Autos der Spanier Juan "Nani" Roma im BMW X3 des hessischen X-Raid-Teams. Der 37 Jahre alte Motorradsieger von 2004 fuhr einen Vorsprung von 2:07 Minuten auf seinen Landmann Carlos Sainz im favorisierten VW Touareg heraus. Vorjahressieger Dirk von Zitzewitz aus Karlshof und sein südafrikanischer Fahrer Giniel de Villiers erreichten in einem weiteren VW Touareg mit einem Rückstand von 4:31 Minuten die fünfte Tagesposition.

Rang drei mit einem Rückstand von 2:50 Minuten sicherte sich der neunmalige französische Rekord-Sieger Stéphane Peterhansel im zweiten BMW X3 vor dem Wolfsburger Neuzugang Nasser Al-Attiyah, der mit seinem Beifahrer Timo Gottschalk 3:29 Minuten auf Roma zurücklag. Auch im vergangenen Jahr hatte ein X-Raid-BMW den südamerikanischen Auftakt gewonnen. Damals saß der Katari Al-Attiyah, heute bei Volkswagen, am BMW-Steuer. Der sechsfache Deutsche Rallye-Meister Matthias Kahle (Köln) erreichte in seinem Honda-Buggy, dem besten zweiradgetriebenen Fahrzeug, nach der ersten von 14 Prüfungen den 15. Platz.

In der Motorrad-Wertung setzte der Franzose David Casteu auf seiner Sherco das erste Ausrufezeichen. Mit gesteigertem Tempo auf dem letzten Prüfungsabschnitt schnappte er dem Franzosen Cyril Despres (KTM), Dakar-Sieger von 2007, um drei Sekunden den Auftaktsieg vor der Nase weg. Der Spanier Marc Coma, der als Vorjahressieger mit seiner KTM als erstes Fahrzeug auf die Schotterpiste musste, erreichte mit einem Rückstand von zwölf Sekunden den dritten Tagesplatz.

Die erste sportliche Wertung musste um 52 auf 199 Kilometer verkürzt werden, weil die im ersten Abschnitt geplanten Wasserdurchfahrten wegen Hochwassers nicht passierbar waren. 362 Fahrzeuge, damit 177 weniger als 2009, rollten diesmal in Buenos Aires von der Startrampe. Unter ihnen auch der amerikanische Motorsport-Exzentriker Robby Gordon mit seinem gewaltigen Hummer. Der letztjährige Dritte, der am Samstag seinen 40. Geburtstag feierte, belegte mit einem Rückstand von 4:48 Minuten den sechsten Platz.

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