So muss es sein: Dieses Radwegschild zeigt in die richtige Richtung. Foto: Jacqueline Fritsch

Der Landkreis lässt in Leinfelden-Echterdingen Radwegschilder aufstellen. Offenbar weisen einige in die falsche Richtung. Dies, versichern Mitarbeiter des Tiefbauamts, lasse sich aber leicht korrigieren.

Leinfelden-Echterdingen - Wer mit dem Rad einen Umweg fahren muss, kommt zwar später an als beabsichtigt, tut aber etwas für seine Gesundheit. Gegenwärtig verhilft der Landkreis Radlern unbeabsichtigt zu höherer Pulsfrequenz. Er hat neue Schilder für Radwege in Auftrag gegeben, und diese wurden zum Teil falsch aufgestellt, auch in Leinfelden-Echterdingen. „Der Landkreis wurde umgehend informiert. Änderungen oder Korrekturen werden demnächst vom Landratsamt beauftragt“, teilt die Stadt mit.

„Leider hat es offenbar zwischen dem Landkreis und der Stadt keine Abstimmung gegeben. Das ist unglücklich gelaufen“, sagt Jutta Rößler, die stellvertretende Leiterin des Bürger- und Ordnungsamts in L.-E. Eine Verstimmung zwischen dem Landkreis und der Stadt gebe es deshalb aber nicht: „Wir sind ja im Prinzip froh, dass die Schilder gemacht wurden.“ Informationen über falsche Schilder liefen im Tiefbauamt zusammen. Mitarbeiter dort seien mit dem Landkreis in Kontakt, um die Schäden zu beheben.

Von 300 Schildern sind wohl acht falsch aufgestellt

„Wir haben 300 neue Schilder, davon sind nach den bisherigen Meldungen von Radfahrern acht falsch. Es sind einige Meldungen eingegangen, ein paar davon betreffen aber dasselbe Schild“, sagt Stefan Bommer, Sachbearbeiter im Tiefbauamt, der zusammen mit Mitarbeitern des Landratsamts versucht, den Schildbürgerstreich auszubügeln.

Glücklicherweise, sagt Stefan Bommer, ließen sich die Fehler leicht beheben: „Es gibt weder Rechtschreibfehler noch falsche Angaben über Orte und Entfernungen. Sie weisen nur nicht in die genaue Richtung. Man muss sie abschrauben und neu ausrichten.“ Die Richtungsneigung der Schilder sei schon im Kataster falsch gewesen. Heutzutage werde ja alles mit dem Computer gemacht, und möglicherweise sei ja ein Software-Fehler dafür verantwortlich. In zwei bis drei Wochen seien alle Radwegschilder aufgestellt. Bis dahin sammle man Hinweise, und erst wenn alle Schilder aufgestellt seien, werde man kontrollieren, ob alles stimme. „Wenn dann doch das eine oder andere der Schilder falsch beschriftet sein sollte, können wir neue bestellen. Bis sie dann stehen werden, vergehen allerdings ein paar Wochen“, sagt Stefan Bommer. Beispiele für das Verweisen der Radler in falsche Richtungen seien ein Schild vor dem Rathaus und ein weiteres an der Ecke Hinterhofstraße/Langwiesenstraße, beide im Stadtteil Echterdingen, gewesen.

Beim Aufstellen von 7000 Schildern im Landkreis sind Fehler schwer zu vermeiden

„Nach Absprache mit den Kommunen lassen wir im Kreis Esslingen rund 7000 Schilder neu aufstellen oder aufhängen“, sagt Peter Keck, der Sprecher des Landkreises. Vor rund zwei Jahren hätten die Kommunen und der Landkreis miteinander vereinbart, wo sie aufgestellt werden sollten. Man sei dabei noch in einem laufenden Prozess: „Dabei passieren eben auch Fehler. Das lässt sich nicht vermeiden.“ Die Schilder seien noch nicht abgenommen, aber bei der Abnahme könne man die Fehler korrigieren, „gegebenenfalls auf Kosten der Firma“.

Weil man alle Meldungen gebündelt an den Landkreis Esslingen weitergeben wolle, bittet die Stadt Leinfelden-Echterdingen Radfahrer und Passanten, die falsch aufgestellte Radwegschilder bemerken, dies unter der E-Mail-Adresse mobilitaet@le-mail.de zu melden.

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