Die Zählstelle an der König-Karls-Brücke. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

In diesem Jahr ist die Marke von einer Million Velofahrern auf der König-Karls-Brücke über dem Neckar schon viel früher erreicht worden als 2019: Anfang September und nicht Mitte Dezember. Das ist ein Anzeichen dafür, wohin der Radverkehr in Stuttgart steuert.

Stuttgart - Mit dem Radverkehr geht es in Stuttgart weiter steil aufwärts. Die Zahl der Radfahrer ist in diesem Jahr jedenfalls örtlich stark gestiegen, wie die automatisierte Zählung im Bereich König-Karls-Brücke am Neckar ergab. Am Dienstag wurde dort die Zahl von einer Million Radfahrer in diesem Jahr übertroffen, womit diese Marke gut drei Monate früher erreicht wurde als 2019. Damals war die Meldung Mitte Dezember gekommen.

Durchschnittlich passierten im laufenden Jahr rund 4000 Radler täglich die Stelle in Bad Cannstatt. Das ist über ein Drittel mehr als 2019. Die städtische Fahrradbeauftragte Eva Adam erklärte dazu: „Die Zahl der Radlerinnen und Radler hat spürbar zugenommen. Gewiss hat auch die Corona-Pandemie dazu beigetragen, dass sich mehr Menschen für das Rad entscheiden.“ Schon 2019 waren bei der Brücke mehr Radfahrer gezählt worden als je zuvor, obwohl die Zahl 2018 wegen des langen und trockenen Sommers um 21 Prozent angestiegen war.

Die Stadt strebt an, dass der Radverkehr im Jahr 2030 rund 25 Prozent des gesamten Verkehrs ausmacht. Künftig sollen 40 Euro pro Einwohner und Jahr für den Radverkehr ausgegeben werden. Außerdem will die Stadt den Ausbau des Hauptradroutennetzes bis 2030 vollenden und in allen Stadtbezirken mindestens eine Fahrradstraße auf Nebenstraßen ausweisen.

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