Radfahrer in der Nähe des Schlossgartens in Stuttgart Foto: /Arnulf Hettrich

Nach langer Vakanz war eine zentrale Stelle für den Radverkehr in Stuttgart vor Kurzem ausgeschrieben. Bei Details hüllt sich die Stadt noch in Schweigen.

Strategien und Leitbilder erarbeiten, sie an die Stadtbevölkerung kommunizieren und vor allem Ansprechperson für so ziemlich alle und jeden sein. So in etwa liest sich die Stellenausschreibung für den Fahrradbotschafter beziehungsweise die Fahrradbotschafterin, die die Stadt Stuttgart sucht. Oder suchte. Bewerbungsschluss war am 27. Februar.

 

Zwei Jahre ohne Radbeauftragten in Stuttgart

Die Stelle, die bisher noch Fahrradbeauftragte hieß, ist seit fast zwei Jahren unbesetzt. Die Stelleninhaberin Éva Ádám hatte nach viereinhalb Jahren gekündigt und die Stadt im Juli 2023 verlassen. Den Job macht seither niemand.

Éva Ádám hatte 2023 gekündigt. Foto: Archiv Lichtgut//Leif Piechowski

Ausgeschrieben wurde die Stelle erst vor Kurzem. Grund für die Verzögerungen seien, so die Stadt im Oktober 2024, „interne Umstrukturierungen in der für Verkehrsplanung zuständigen Abteilung im Amt für Stadtplanung und Wohnen, die ein neues Sachgebiet hinzubekommen hat“.

Wie viele Menschen sich auf die Stelle beworben haben, darüber hüllt sich die Stadt Stuttgart allerdings in Schweigen. Man äußere sich nicht „zu den Einzelheiten eines laufenden Stellenbesetzungsverfahrens“, erklärt die Pressestelle auf Nachfrage. „Wenn der neue Radbotschafter oder die neue Radbotschafterin die Arbeit aufnimmt, wird die Stadt Stuttgart dies bekannt geben.“

Dass es nicht einfach ist, derlei Stellen nachzubesetzen, zeigt ein Beispiel aus Esslingen. Seit dem 1. Juni 2024 war die Position des Ansprechpartners für Radverkehr beim Landkreis Esslingen vakant. Zum 1. Februar übernahm nun Ulf Amann. „Die Stellenbesetzung hat gedauert, weil es zunächst keine geeigneten Bewerber gegeben hat“, sagt Andrea Wangner, die Sprecherin des Landratsamts Esslingen.