Die Pfosten auf dem Ferdinand-Leitner-Steg sollen laut Stadt Radfahrer zwingen, langsamer zu werden. Foto: Cedric Rehman

Der Bezirksbeirat Stuttgart-Mitte hat einem Antrag der CDU zugestimmt, der einen Abbau von zwei Metallpfosten auf dem Ferdinand-Leitner-Steg fordert. Die Fraktion sieht einen Gefahr für Radfahrer.

S-Mitte - Der Bezirksbeirat Mitte hat sich bei seiner jüngsten Sitzung im Rathaus dafür ausgesprochen, dass die Verwaltung zwei Poller auf dem Ferdinand-Leitner-Steg entfernt. Die CDU hatte einen Antrag eingebracht, in dem der Abbau der beiden Metallpfosten gefordert wird. Die Fraktion sieht in den Pollern ein Sicherheitsrisiko vor allem für Radfahrer. Die Pfosten seien schlecht zu erkennen, wenn die Sonne scheint und Bäume Schatten auf den Steg werfen, argumentiert die CDU-Fraktion im Bezirksbeirat Mitte.

Laut Stadt sollen die beiden Pfosten verhindern, dass Autos auf dem Steg fahren. Außerdem sollen die Hindernisse bewirken, dass Fahrradfahrer ihr Tempo reduzieren. Damit soll laut Verwaltung die Sicherheit von Fußgängern erhöht werden. Sie benutzen den Steg gemeinsam mit den Radfahrern. Erst einige Meter hinter den Pfosten gabelt sich die Hauptfahrroute durch den Oberen Schlossgarten für getrennte Radfahrer- und Fußgängerspuren. Die CDU-Fraktion im Bezirksbeirat Mitte warnt, dass Radfahrern auf dem Steg mit den Pollern kollidieren könnten und mögliche Unfälle auch eine Gefahr für Fußgänger darstellten.

Initiativen äußern Zweifel

Der Fußgängerverein Fuss e.V. und die Initiative „Radentscheid Stuttgart“ äußeren allerdings Zweifel, ob eine Entfernung der beiden Poller allein genüge, um ein Unfallrisiko zu beseitigen. Sie sprechen sich für eine konsequente Trennung von Radfahrern und Fußgängern aus. Sie fordern die Einrichtung eines Fahrradstreifens auf der Bundesstraße 14.

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