Letzter Kamera-Check vor der Tour Foto: Screenshot

Manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte – vor allem, wenn die Bilder sich bewegen. In einer gemeinsam mit dem Onlinesender Stuggi.TV produzierten Video-Reihe wollen wir Sie zum Radeln durch die Stadt bewegen.

Stuttgart - Anfang September haben wir 50 Rennradfahrer auf einer Tagesetappe von Stuttgart in die Partnerstadt Straßburg ­begleitet. Außer einem ordentlichen ­Muskelkater brachten wir das Rohmaterial zu einem Film mit, das wir der Redaktion des Online-Senders Stuggi.TV in Degerloch zur Verfügung stellten. Die jungen Kollegen produzierten daraus ein Kurzvideo und stellten es ins Netz.

Hier gibt's die Tour mit GPS-Daten

Die gute Resonanz hat uns bewogen, mit der Herstellung von Rad-Videos in Serie zu gehen. Allerdings werden wir dazu nicht ins benachbarte Ausland radeln, sondern uns vorerst auf die Region Stuttgart beschränken. Alle vier Wochen werden Stuggi.TV und wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, im Netz zu einer Tour de Stuttgart mitnehmen. Zum Start gibt es eine recht anspruchsvolle Rundfahrt, den ­Radel-Thon.

Die Strecke ist mit ihren etwas mehr als 80 Kilometern und rund 700 Höhenmetern für Familienausflüge mit Kindern in einem Rutsch kaum geeignet. Aber sie hat einen besonderen Charme: Immer wieder trifft man unterwegs auf Stadtbahn- oder S-Bahn­Linien, so dass man die Tour gut in mehreren Etappen bewältigen kann. Wir sind für unseren Film im äußerten Norden der Stadt, in Mühlhausen, gestartet und die Strecke gegen den Uhrzeigersinn gefahren, weil sie in diese Richtung angeblich besser beschildert ist. Lassen Sie sich nicht irritieren, wenn unser Fahrer eingangs behauptet, er fahre im Uhrzeigersinn. Der Mann ist mit Digitaluhren aufgewachsen. Der weiß nicht, wie die Uhr tickt.

Auch als medikamentös bestens eingestellter Radfahrer braucht man schon etwas mehr als zwei Minuten, um die Stadt auf dem Radel-Thon zu umrunden. Aber die Zeit im Netz drängt – Spielfilme schaut man sich im Kino oder im Fernsehen an. Also werden wir uns in der Tour-de-Stuttgart-Reihe kurz fassen und die Videos, wie schon bei der Frankreichfahrt, mit Musik unterlegt im Zeitraffer laufen zu lassen. Wer die jeweilige Route mit all ihren Feinheiten und Reizen auskosten will, dem bleibt gar nicht anderes übrig, als selbst aufs Rad zu steigen.

Damit Sie sich unterwegs nicht verfahren, verlinken wir Online auf entsprechendes Kartenmaterial. Außerdem verraten wir ­Ihnen, wie Sie gratis an Daten kommen, um Ihr Fahrrad-Navi damit zu füttern. Im Fall des Radel-Thon gibt es in der Info­thek im Rathaus Foyer, im Amt für Sport und Bewegung (Nadlerstraße 4), im Kundenzentrum vom Stadtmessungsamt (Lautenschlagerstraße 22) und in den AOK-Kundenzentren für fünf Euro eine Karte.

Radfahren ist für uns nicht zwangsläufig eine Schönwetterveranstaltung. Das ist der Grund, weshalb wir mir unserer Reihe in einer Jahreszeit an den Start gehen, in der viele Menschen mit dem Gedanken spielen, ihr Fahrrad bis zum Frühjahr einzumotten. Wir wollen Sie nicht nur auf verschiedenen Wegen durch die Stadt führen, sondern Sie gewissermaßen mit dem Rad durchs Jahr begleiten. Selbst wenn Schnee fällt (laut Wetterbericht könnte das morgen der Fall sein), wird uns das kaum abschrecken. Dann satteln wir auf Reifen mit Nägeln um.

Der zweite Teil unserer Tour-de-Stuttgart-Reihe ist auch schon im Kasten und wird Mitte Dezember veröffentlicht. Folge zwo wird uns auf dem Tallängsweg mitten durch die Stadt führen: Von der Rohrer Höhe nach ­Fellbach. Dabei ließen wir uns von zwei Schülern begleiten.

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