Radtour in Oberschwaben Tiefe Einblicke ins Moor

Von Von Dieter Buck 

Gemütlich radeln auf einer weitgehend  ebenen Tour Foto: Oberschwaben-Tourismus GmbH
Gemütlich radeln auf einer weitgehend ebenen Tour Foto: Oberschwaben-Tourismus GmbH

Rund um Bad Wurzach führt die Radtour ohne große Höhenunterschiede. Sie verläuft von Bad Wurzach über Haasen, Riedschmiede, Unterschwarzach und Dietmanns zurück nach Bad Wurzach.

Bad Wurzach - Wir radeln bei diesem Vorschlag rund um das Wurzacher Ried, das größte Hochmoor Mitteleuropas. Dabei haben wir ab und zu einen prächtigen Blick hinab ins Moor. Schön ist, dass es auf dieser Tour kaum Höhenunterschiede gibt. So ist man auch nicht erschöpft - auch die Länge hält sich in Grenzen - und kann hinterher noch etwas unternehmen. Im Sommer bietet sich das Frei- oder Hallenbad an, auch das Oberschwäbische Torfmuseum lohnt einen Besuch. Der Ort selbst besitzt auch einige Sehenswürdigkeiten, so dass man auch hier längere Zeit verweilen kann. Am Ausgangspunkt selbst lohnt sich ein Abstecher ins Moor und zum Riedsee, allerdings zu Fuß.

Streckenlänge: Etwa 20 Kilometer. Auf- und Abstiege etwa 70 Meter.

Anfahrt: Bad Wurzach erreicht man über die A 8 bis Ulm, dann weiter über die B 30 bzw. ab Biberach die B 465. Diese führt kurz vor der Stadt durch das Moorgebiet, danach zieht sie als Dr. Harry-Wiegand-Straße nach rechts und am führt Freibad vorbei. Danach findet man Parkplätze.

Hier geht’s lang:

1 Wir starten am Oberschwäbischen Torfmuseum, wo sich auch das Gasthaus Wurzelsepp befindet. Von hier aus fahren wir auf der Straße nach Westen und an dem Gewerbeanwesen vorbei. Danach zieht der Radweg nach links, dann knickt er rechts ab. Am Ende des Wäldchens geht es nach links bis vor die Straße und vor ihr nach rechts weiter. Nach Haasen knickt der Radweg rechts ab und bringt uns zu einem festen Weg, dem wir nach rechts zur Riedschmiede folgen. Wir lassen das Anwesen aber rechts liegen und radeln weiter gerade aus. Nun haben wir nach rechts herrliche Blicke auf das Moor.

2 Das Wurzacher Ried geht auf die Eiszeiten zurück, als in der Risseiszeit die gesamte Gegend von den mächtigen Eiszungen des Rheingletschers ausgeformt wurde. Die danach entstandenen Seen verlandeten und es bildete sich ein Hochmoor. Gezählt wurden im Moor schon 16 verschiedene Torfmoos- und rund 150 bedrohte Farn- und Blütenpflanzen, dazu 114 Brutvogel-, 52 Libellen-, 88 Laufkäfer- und 61 Tagfalter- und Widderchenarten gezählt. Insgesamt hat man bisher rund tausend Tierarten nachgewiesen.

3 Nach Wengen, Ziegolz und den Riedhöfen kommen wir zur B 465 vor Unterschwarzach. Hier biegen wir rechts ab, zweigen aber kurz danach links ab in Richtung „Knetzenweiler“. Auch jetzt blicken wir hinab auf das Moor. Wir fahren durch Knetzenweiler, Menzlis, Friedlings und vorbei an Unterluizen. Danach kommen wir nach Dietmanns. Hier orientieren wir uns an der Durchgangsstraße rechts.

4 Nach der Kirche biegen wir mit dem Radwegschild rechts ab in den Torfstichweg. Er führt uns erst geradeaus ins Ried, dann zieht er nach links und wir fahren mit einigen Windungen an Albers vorbei und nach Bad Wurzach. Dort lassen wir den Ort links liegen, der Weg knickt rechts, dann links ab und bringt uns zur Bundesstraße. Dahinter liegt ein Parkplatz. Wir biegen links ab, dann rechts und fahren am Hallenbad/Freibad vorbei. Kurz darauf sind wir zurück am Torfmuseum.

Kartentipp: Freizeitkarte des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL), 1:50 000, 528 Biberach.

Einkehren: Bad Wurzach

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