Radtour Durch Flussauen und blühende Streuobstwiesen

Von Michael Kerner-Winkler 

 Foto: Grafik/Böhm
Foto: Grafik/Böhm

Auch für KInder geeignet: Radtour von Schorndorf durchs Remstal bis nach Stuttgart.

Schorndorf - Diese leichte Tour eignet sich besonders für einen Ausflug mit der ganzen Familie. Den größten Teil der Strecke können auch Kinder meistern.

Streckenprofil: Gesamtlänge 51 Kilometer bei ca. 300 Höhenmeter flach, überwiegend gut befestigt. Ein nicht gut befestigter Abschnitt befindet sich zwischen Hegnach und Remseck.

Tipp: Die kostenlose Radwanderkarte kann beim Tourismusverein angefordert werden.

Hier geht’s lang: Wir starten am Schorndorfer Bahnhof, den man mit Regional- oder  S-Bahn erreichen kann (S 2 Richtung Schorndorf oder R 2 Richtung Aalen). Vom Bahnhof links abgehend folgend wir der Ausschilderung der Remstal-Radroute Richtung Weinstadt. Zuvor sollten Sie jedoch unseren Ausgangsort, die Daimlerstadt Schorndorf, besuchen. Neben dem Geburtshaus des berühmten Erfinders gibt es eine  nette Altstadt nebst Schloss. Auch ein Besuch der ­Galerie für Kunst und Technik lohnt sich. Wir radeln von Schorndorf aus  durch Streuobstwiesen, in denen die Bäume in voller Blüte stehen. 

Die Remstal-Route führt uns bis  in die Stauferstadt Waiblingen, hier gibt es die Möglichkeit einer durch die Altstadt führenden Ausschilderung zu folgen und dabei beispielsweise einen Blick in den Apothekergarten zu werfen oder den Wehrgang zu besteigen. Auch für einen Besuch der Galerie Stihl sollten Sie sich Zeit nehmen.
Wir folgen weiter der Beschilderung in Richtung Ludwigsburg. Unser Weg entlang der Rems ist mit vielen Infotafeln für Interessierte gespickt, welche über  Weinberge und vieles mehr aufklären.  Hier grub sich die Rems tief ins Tal ein, was in Kombination mit den umliegenden Hügeln für eine romantische Naturkulisse sorgt.
Aus dem Tal kommend sehen wir die Hegnacher Handelsmühle,  an der wir  vorbeifahren und der Wanderweg-Ausschilderung entlang des Flusses folgen. Radfahrer ­können hier seit kurzem ohne Steigungen  an der Rems entlangfahren. Leider wurden dabei die noch bestehenden, steinigen und bei Nässe schlammigen Abschnitte noch nicht beseitigt. Wir passieren, in Remseck angekommen, eine 80 Meter lange glasüberdachte Holzbrücke. Es soll sich hierbei übrigens um die längste freitragende Holzbrücke der Welt handeln. Es geht links, neckaraufwärts weiter in Richtung Bad Cannstatt. 

Bei Mühlhausen den Fluss querend geht es weiter über die neue Fußgänger- und  Radfahrbrücke. Am  Stauwehr wird die Flussseite erneut gewechselt. Linker Hand liegt das beliebte Ausflugsziel Max-Eyth-See.
Fahren Sie weiter auf dem Neckardamm Richtung Bad Cannstatt. In Bad Cannstatt radeln wir über die Holzbrücke und gleich darauf über den so genannten Elefanten-Steg, die beide fürs Erste ersatzlos für das Bahnprojekt S 21 abgerissen werden sollen.
Es geht hoch zum Rosensteinmuseum, an dem wir links vorbeifahren, um zur Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Allee zu gelangen. Die jahrhundertealte Platanenallee führt uns weiter in Richtung des Mittleren Schlossgartens, durch den wir bis zum Stuttgarter Hauptbahnhof gelangen. Dort steigen wir in die S-Bahn.

Der Streckenverlauf als PDF.

Gastrotipps: Das Restaurant Häckermühle in Weinstadt besticht durch uriges Flair. Das in Waiblingen stehende Kulturhaus Schwanen und der dazugehörige Biergarten auf der Schwaneninsel ist  mehr als nur eine Gaststätte. Neben Bewirtung wird hier auch Kunst und Kultur geboten. Kinder vergnügen sich auf dem Spielplatz. Das Bootshaus am Hechtkopf, direkt an der Remsmündung gelegen, fällt  durch pfiffiges Design auf.

Kartentipp: ADFC Stuttgart und Umgebung – Landesvermessungsamt Topografische Karte.

Anreise: Die Fahrradmitnahme ist in der S-Bahn kostenlos. Außer an Wochentagen in der Hauptverkehrszeit  zwischen 6 und 8.30 Uhr. Dann muss fürs Rad eine Kinderkarte gelöst werden.

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