Radtour Auf dem Kult-Radweg durchs Heckengäu

Von Michael Kerner-Winkler 

 Foto: Grafik/Ettischer
Foto: Grafik/Ettischer

Von Vaihingen/Enz bis nach Herrenberg – 75 km lange Strecke für konditionsstarke Radler.

Vaihingen/Enz - Die Tour für geübte Radfahrer führt  durch  Heckenlandschaften,  Waldgebiete und weite Ebenen. Auf dem Weg liegen zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Die Strecke entspricht dem  Kult.Tour.Rad, ­allerdings ist die Beschilderung nicht durchgängig gut. 

Streckenprofil:  75,2 km bei 804 Höhenmetern  aufsteigend und 617 Höhenmetern absteigend. Die Strecke verläuft auf  Wald-, Feld-, Schotter- und Asphaltwegen.

Hier geht’s lang: Gestartet wird  am Vaihinger (Enz) Bahnhof, welchen man  von Stuttgart aus  mit der Regionalbahn erreicht. Da Vaihingen noch im VVS-Gebiet liegt, ist die Fahrradmitnahme kostenlos. An der Strecke liegen einige Bahnstationen –  falls jemanden die Müdigkeit packt, kann er  auf  öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.
Vom Bahnhof fährt man  geradeaus in Richtung Zentrum und stößt  auf die Ausschilderung des „Kult.Tour.Radwegs“.  Diesen Schildern  folgend,  gelangt man  in die  Altstadt.  Vom Rathausplatz lassen sich   das Schloss Kaltenstein, das ­Rathaus und die evangelische Stadtkirche bestaunen.
Dem Flusslauf der Enz folgend, erreicht man  Enzweihingen mit schönen Fachwerkbauten.  Hier endet die gute Ausschilderung der Kult.Tour. Wer die ursprüngliche Kult.Tour weiterfahren möchte, ist gezwungen, auf Karten zurückzugreifen. Wem das  zu umständlich ist,  folgt den schon etwas verblassten Schildern Richtung Eberdingen durch das Strudelbachtal. Die Wegstrecke ist geprägt von abwechslungsreichen Wald- und Feldlandschaften.

Es  geht durch Eberdingen, am Schwimmbad vorbei in Richtung Weissach. Nach ca. 2 km beginnt der Landkreis Böblingen, und mit ihm wird auch die Beschilderung  wieder fortgesetzt. Der  Weg führt nun  durch hüge­lige Hecken- und Waldlandschaften. Man  passiert Flacht, den Waldenserort Perouse und das mitten in einem Meer aus Obst­wiesen gelegene Rutesheim.
Wer nicht schon auf einer der vorangegangenen Radtouren  einen Stopp in Leonberg gemacht hat, sollte dies nun nachholen. Es bietet neben seinem Engelbergturm und dem Pomeranzengarten auch die Chance, den Spuren so bekannter Persönlichkeiten wie Keppler, Schelling oder Hölderlin zu folgen.
Es geht weiter Richtung  Magstadt. Man fährt an  weitläufigen Waldgebieten und Steinbrüchen vorbei und kommt  nach Sindelfingen,  welches neben der aus dem 11 Jh. stammenden Martinskirche auch zahlreiche Kunstwerke, Museen  sowie einen historischen Stadtkern zu bieten hat. Bei der Fahrt  durch Sindelfingen ist erhöhte Aufmerksamkeit auf Ausschilderung  nötig. Man fährt   weiter nach Böblingen. Dort ist ein Besuch der Museen, beispielsweise des Deutschen Bauernkriegsmuseums empfehlenswert.

Der Streckenverlauf führt nun  weiter über Holzgerlingen, Ehingen, Gärtringen/Rohrau mit seiner historischen ­Schmiede und der Sandmühle vorbei an Nufringen bis Herrenberg.
Ein Abstecher auf den Schlossberg ­Herrenbergs mit seiner tollen  Aussicht lohnt sich. Durch die Herrenberger Altstadt führt für Interessierte ein als Radweg ausgezeichneter Fachwerkpfad. In der Stiftskirche gibt es ein Glockenmuseum zu bewundern und zu hören. Von  Herrenberg  aus  kann  man mit der S-Bahn (S 1 Richtung Kirchheim) oder ­Regionalbahn die Rückfahrt antreten.

Der Streckenverlauf als PDF.

Einkehren: Schlosskeller Herrenberg mit ­fabelhaftem Ausblick. Sindelfingen und Böblingen bieten zahlreiche Einkehr­möglichkeiten.

Kartentipp: ADFC Stuttgart und Umgebung www.heckengaeu-natur-nah.de.

Anreise: Die  Fahrradmitnahme  ist  in der S-Bahn und Regionalbahn im VVS-Gebiet kostenlos. Außer an Wochentagen zwischen 6 und 8.30 Uhr.

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