Rundherum zum Ziel Foto: Lichtgut/Oliver Willikonsky

Stuttgart stand am Wochenende im Zeichens des Radfahrens. Schon zum sechsten Mal gab es eine Sternfahrt nach Stuttgart. Die Radfahrer brachten dabei viel gute Laune mit und hatten auch eine klare Botschaft.

Stuttgart - Das Finale der 13. Fahrradaktionstage war am Sonntag die Einfahrt Tausender Radler aus der ganzen Region. Dort endete die 6. Radsternfahrt 2018 am Mittag auf dem Schlossplatz. „FahrRad statt Feinstaub“ ist das diesjährige Motto, der vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) organisierten Fahrrad-Demo. Auf sieben Strecken – aus Filderstadt, Schorndorf oder Göppingen – machten sich die Radler auf gesperrten Straßen und eskortiert von der Polizei am Vormittag auf den Weg in die Landeshauptstadt, um zu zeigen, dass „nachhaltige Mobilität keine Utopie“ ist. „Wir wollen den Radverkehr fördern“, sagt Mathias Rady, Geschäftsführer des ADFC Esslingen. „Das Rad muss als Verkehrsmittel zumindest gleichwertig wie das Auto behandelt werden.“

Die Radler haben ihren Spaß

Ulrich Bayha aus Waiblingen ist zum zweiten Mal bei der Radsternfahrt mitgefahren. „Es macht Spaß mit so vielen Leuten in die Stadt, auch auf der B 14, reinzufahren“, sagt der 64-Jährige, der auch jeden Tag zehn Kilometer zur Arbeit radelt.

Bayha unterstützt die Ziele des ADFC: Aus seiner Sicht sollten mehr Leute vom Auto aufs Rad umsteigen. Eine zumindest in Teilen autofreie Innenstadt fände er nicht schlecht. „In Stuttgart ist manches zwar durch die Topografie schwierig, da ist Kreativität gefragt“, sagt Bayha, „aber es wäre eine feine Sache und würde die Attraktivität Stuttgarts immens steigern.“

Einige Radler kritisieren zwar die etwas chaotische Organisation, oft sei es eher „ein Stop-and-Go“ denn ein Radeln gewesen, aber bei der Ankunft am Schlossplatz sind sich dann alle einig: „war cool“ oder „toll, in so einer großen Gruppe zu fahren“.

Es sei eine sehr entspannte Fahrt gewesen, ist das Fazit von Astrid Cordts aus Herrenberg, die für den ADFC als Ordnerin mitfuhr. Und: „Endlich hatte wir auch mal das Gefühl, als Fahrradfahrer richtig viel Platz zu haben“, schwärmt die 56-Jährige.

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