Freuen sich auf die Rad-DM 2020 in und um Stuttgart (v.li.): Organisator Albrecht Röder, BDR-Präsident Rudolf Scharping, Nicola Schelling (Regionaldirektorin des Verbands Region Stuttgart), die Radstars Maximilian Schachmann, Lisa Fischer und Pascal Ackermann sowie Stuttgarts Sport-Bürgermeister Martin Schairer. Foto: Baumann

Die deutsche Meisterschaft 2020 ist das nächste Radsport-Großereignis in Stuttgart. Die Besonderheit: Es wird sich nicht alles um die Profis drehen.

Stuttgart - Etappen-Startort während der Tour de France 1987, die Weltmeisterschaften 1991 und 2007, vor einem Jahr erneut Zielort der Deutschland-Tour: was Radsport-Veranstaltungen angeht, hat Stuttgart eine lange Geschichte. Nun folgt das nächste Kapitel. Vom 19. bis zum 21. Juni 2020 findet in und um Stuttgart die Deutsche Straßen-Radmeisterschaft statt. „Wir sind eine der Radsport-Hauptstädte in Deutschland“, sagt Stuttgarts Sport-Bürgermeister Martin Schairer. 300 000 Euro lässt sich die Stadt die Ausrichtung der DM kosten, 150 000 Euro steuert die Region bei. Nach Meinung von Schairer gut angelegtes Geld: „Unser Talkessel ist ein perfektes Stadion für Radsport, es wird ein großes Festival.“ Zu dem auch ein ganz besonderer Programmpunkt gehört.

Die Veranstalter wollen nicht nur den Profis eine perfekte Bühne bieten, sondern auch ambitionierten Freizeit- und Hobbyradlern – beim Brezel Race. Für die Breitensportler gibt es drei Strecken, das Ziel ist, am Sonntag, 21. Juni, 5000 Starter auf die Straße zu bekommen. Los geht es auf dem Schlossplatz in Stuttgart, die 16 Kilometer lange abgesperrte Route führt entlang des Neckars nach Remseck. Erlaubt sind alle Räder, auch E-Bikes, Tandems oder Handbikes. „Hier können die Rennradler gemeinsam mit ihren Familien fahren“, sagt Organisator Albrecht Röder, „ehe sie sich nach dem Motto ‚kiss and ride’ voneinander verabschieden.“

Ab Remseck gibt es dann zwei Wettbewerbsstrecken: eine 60 Kilometer lange Runde mit 900 Höhenmetern und eine 100 Kilometer lange Runde mit 1500 Höhenmetern. Beide führen zu großen Teilen über die Straßen, auf denen ein paar Stunden später die Profis um den DM-Titel fahren, und beide enden wie auch das Eliterennen auf der Theodor-Heuss-Straße. „Mit dem Brezel Race“, sagt Martin Schairer, „schaffen wir eine perfekte Verbindung von Leistungs- und Breitensport.“ Und das nicht nur 2020.

2021 würde Stuttgart gerne erneut Zielort der Deutschland-Tour sein, und auch danach hat die Stadt laut Schairer vor, in jedem Jahr ein Großereignis für Profis und Amateure auszurichten. Es sieht so aus, als wäre die Stuttgarter Radsport-Geschichte noch längst nicht zu Ende geschrieben.

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