Mehr als 500 Teilnehmer aus 16 Nationen werden beim Radrennen „Rund um Schönaich“ am Ostermontag mitmischen. Die Organisatoren spekulieren aus mehreren Gründen, dass der Rundenrekord fallen könnte.
International wie fast noch nie präsentiert sich das Teilnehmerfeld beim traditionellen Ostermontag-Radrennen „Rund um Schönaich“ am 21. April. Mehr als 500 Fahrer aus 16 Nationen sind beim Frühjahrsklassiker dabei, der seit jetzt bald 50 Jahren auf dem Rundkurs zwischen Schönaich, Breitenstein und Neuweiler zur Austragung kommt. „Wir haben ein richtig cooles Feld“, freut sich der sportliche Leiter Tim Müller vom RSC Schönaich.
Österreicher und Schweizer gehören seit Jahren zu den Stammgästen, auch Niederländer und ein Mann aus Namibia haben schon einmal gewonnen. Diesmal kommen dazu Sportler aus Irland, der Ukraine, Brasilien, Chile, Kolumbien und sogar eine ganze Mannschaft aus Tschechien. Top-Sieganwärter aber sind im Hauptrennen der Continental Teams und Elite-Amateure sicher die drei, die im vergangenen Jahr auf dem Siegertreppchen standen: Dominik Röber, Dominik Amann und Jakob Schmidt. Aussichtsreich aus lokaler Sicht treten Tillmann Sarnowski mit Wurzeln in Nufringen und Neo Amann aus Öschelbronn in die Pedale. Eigengewächse des ausrichtenden Vereins sind der Weil im Schönbucher Dennis Vogt und Christian Nachtrodt, dazu stellt der RV Pfeil Magstadt ein größeres Aufgebot.
Im Frauenrennen sind mit Lisa Klein und Laura Süßemilch eine Bahnrad-Olympiasiegerin und eine Bahnrad-Weltmeisterin Anwärterinnen auf eine Spitzenplatz. Herausgefordert werden sie unter anderem von der Vorjahreszweiten Katharina Fox. Ob Lokalmatadorin Lisa Brandau noch einmal teilnimmt ist dagegen offen. „Wir würden uns freuen, wenn sie am Start steht“, sagt der RSC-Vorsitzende Freddy Eberle. Auf einen weiteren bekannten Namen weist der versierte Streckensprecher in der U15-Schülerklasse hin: Luca Weissinger. Dessen Papa René gewann in den 2000er-Jahren dreimal bei „Rund um Schönaich“, und Opa Roland war in den Anfangsjahren ebenfalls aktiv dabei.
Jahrelang zählten die beiden Letztgenannten auch zum großen Helferteam der Traditionsveranstaltung. Denn ohne dessen unermüdlichen Einsatz kommt kein Rad auf die Straße. So stellt die Rentnertruppe um Karl-Heinz Drechsel schon Tage vorher Schilder auf und kümmert sich um die Streckensicherung, während andere fleißige Bienchen am Ostermontag ab 5 Uhr früh Hunderte von Brötchen als Verpflegung für hungrige Radrennfahrer und Begleiter schmieren.
Die Kommunen Schönaich und Weil im Schönbuch, über deren Gemarkung große Teile des Neun-Kilometer-Rundkurses führen, tragen ebenfalls zum Gelingen bei. Zum einen ist die sanierte Ortsdurchfahrt Neuweiler seit wenigen Tagen fertig geteert, sodass die nicht bei allen beliebte Feldwegpassage entfallen kann. Zum anderen präsentiert sich auch der berühmt-berüchtigte Anstieg Wolfenberg am Ortseingang von Schönaich im nigelnagelneuen Outfit. „Jetzt kann der Rundenrekord fallen“, spekuliert Tim Müller. Natürlich auch unter der Voraussetzung, dass das Wetter mitspielt.
Rund um Schönaich
Rennen 1:
Rad-Bundesliga Junioren, 13 Runden = 117 Kilometer, Start um 9 Uhr.
Rennen 2:
Jugend männliche/weibliche U17, sechs Runden = 54 Kilometer, Start um 9.05 Uhr.
Rennen 3:
U15-Schüler, drei Runden = 27 Kilometer, Start um 12 Uhr.
Rennen 4:
Continental Teams und Elite-Amateure, 16 Runden = 144 Kilometer, Start um 12.05 Uhr.
Rennen 5:
Elite Frauen und U19-Juniorinnen, sechs Runden = 54 Kilometer, Start um 13.30 Uhr.