Die Lagune von Balos in Kaliviani auf Kreta - im Frühjahr hat mancher das Glück sie derart menschenleer zu erleben. Foto: Shutterstock/Marc Osborne

Eine Radreise im Frühling ist was für ausgeschlafene Zweirad-Fans, die sich jetzt schon fitstrampeln für die Sommer-Saison. Doch wo geht das am besten und sorgt außer Schweiß und dicken Waden für Aha-Erlebnisse auf der Strecke, Ausblicke mit Wow-Effekt und Dauergrinsen auf dem Gesicht dank blitzblankblauem Himmel? Unsere ganz persönlichen Top sechs Radreiseziele.

Algarve: Mountainbiken mit Meerblick

Ausblicke mit Wow-Effekt von der Steilküste aufs Meer und blühende Mandelbaumplantagen - an der Algarve im Süden Portugals sorgt das Klima bereits im Frühling für Trikot-Temperaturen. Abseits der beliebten Touristenziele an der Küste können Radler hier noch ein Stück ursprüngliches Portugal erfahren. Um diese Jahreszeit sind auf den Straßen im Hinterland hauptsächlich Eselskarren und knatternde Mopeds unterwegs statt Mietwagen mit Feriengästen hinterm Steuer.

Gut zu wissen: Da es kaum nennenswert bergauf geht, können auch weniger geübte Radler die Region bequem auf zwei Rädern erkunden.

Mallorca: Strampeln auf schmalen Reifen

Etwas Bums in den Beinen und Wucht in den Waden braucht es, um die Baleareninsel mit dem Fahrrad zu erobern. Nicht umsonst schwitzen hier die Profis im Sattel bei noch milder Frühlingssonne, um sich für die Saison fit zu machen. Generell hat auf Malle das Rennrad Vorfahrt vor dem Mountainbike. Die Straßenverhältnisse sind für die schmalen Reifen einfach wie gemacht. Wer genug Puste hat, genießt nebenbei die abwechslungsreiche Landschaft. Auch in vielen Unterkünften wird den Radsportlern der rote Teppich ausgerollt. Leihräder und Abstellräume für den Zweiradflitzer werden oftmals angeboten.

Gut zu wissen: Ganz Mallorca ist gefühlt eine Radsportstation mit Service-Werkstätten und Bike-Shops.

Andalusien: Schwindelfrei und sportlich hoch hinaus

Schluchten, Täler und bizarre Felsformationen sind die stimmungsvolle Naturkulisse für sportliche Radtouren entlang der Costa del Sol in Andalusien. Unweit von Almería bietet der Naturpark Cabo de Gata ein ideales Terrain für Zweirad-Enthusiasten. Schmale Straßen schrauben sich in der Bergregion nach oben. An den Südhängen der Sierra Nevada gar bis in schwindelerregende Höhen.

Gut zu wissen: In den Vorbergen der Alpujarras mit ihren "weißen Dörfern" kommen Mountainbiker und Rennradler gleichermaßen auf ihre Kosten.

Kreta: Abenteuerlust fährt mit

Sie ist die größte unter Griechenlands Inseln und ihr Hinterland besonders verlockend. Auf Meerblick verzichten müssen die mit robusten Mountainbikes ausgestatteten Radler auf Kreta aber dennoch nicht. Die meisten Tagestouren lassen sich vom Hotel an der Küste aus starten. Hierfür sollten die Biker sicher im Sattel sitzen und etwas Abenteuerlust im Blut haben. Denn die Pfade führen durch tiefe Schluchten, über Hochebenen und durch zerklüftete Gebirge.

Gut zu wissen: Wer durchhält, wird mit besonderen Landschaftserlebnissen belohnt.

Zypern: Mit dem Jeep zum Downhill-Abenteuer

Zypern ist die Insel mit den Gegensätzen: Schroffe Gebirgsregionen wechseln sich auf der Mittelmeerinsel mit sanft auslaufenden Küstenstreifen ab. Wie auf Kreta checkt man sich am besten in einem Hotel in Küstennähe ein und startet von dort Tagestouren mit Mountainbike oder Rennrad. Tipp für Mountainbiker: Mit dem Transfer-Jeep in die Berge fahren lassen und ins Downhill-Abenteuer stürzen.

Gut zu wissen: Wer das Troodos-Gebirge bezwingen will, braucht eine gute Kondition. Auch weil die Qualität der Straßen dort nicht die beste ist.

Emilia Romagna: Paradies für Rennradfahrer

Ravenna und Rimini - Namen, die auf der Zunge zergehen wie Stracciatellaeis. Zwischen beiden Orten eine traumhafte Küste, an der sich kleine, kurvige Straßen schlängeln. Kurzum, die Emilia Romagna ist - besonders im Frühjahr - ein Paradies für Rennradfahrer. Bei den vielen Straßenrennen, Radferntouren und Rundfahrten kommen professionelle Radsportler genauso auf ihre Kosten wie ambitionierte Hobbyfahrer.

Gut zu wissen: Vor allem Rennradfahrer, die ihre Kondition trainieren wollen, sind hier, im Norden Italiens, genau richtig.

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