Kontrolle an der König-Karls-Brücke in Bad Cannstatt Foto:  

Die Polizei ist am Dienstag im Einsatz, um Radfahrende für mehr Sicherheit zu sensibilisieren – gegen Diebe. Dabei findet sie auch mutmaßliche Täter.

Die Sicherheit der Radfahrenden und ihrer Fahrzeuge in der Stadt hat am Dienstag bei einer großen Kontrollaktion der Polizei im Fokus gestanden. Im Laufe des Tages überprüften Beamtinnen und Beamte rund 750 Fahrräder in der Stadt. Sie gingen zu Fahrradabstellplätzen, aber sprachen auch Radfahrende auf wichtigen Strecken im fließenden Verkehr an.

 

Insbesondere die teuren Pedelecs nahmen die Einsatzkräfte dabei in den Blick. Deren Preis liege oft im mittleren bis oberen vierstelligen Bereich. Das mache die Fahrräder mit elektrischer Tretunterstützung auch für Diebe attraktiv. Der Einsatz war auch im Blick auf die Verfolgung solcher Diebstahlsdelikte erfolgreich: Immerhin drei Fahrräder wurden beschlagnahmt, bei denen der Verdacht bestand, dass sie gestohlen sein könnten. Die Polizei überprüft nun noch, ob die Fahrer wegen Hehlerei angezeigt werden.

Um die Diebstähle einzudämmen, gab die Polizei auch Hinweise zur Sicherung des Fahrrads. Dazu zählt auch das Notieren der Individualnummer des Fahrrads, mit der es eindeutig identifiziert werden kann. In Gesprächen wiesen Präventionsbeamte auch auf das Tragen von Helmen hin und sprachen mit den Radfahrenden auch über das Thema Musikhören mit Kopfhörern. Denn es muss auch auf dem Fahrrad grundsätzlich gewährleistet sein, dass man seine Umgebung wahrnimmt. Beim Thema Fahrradhelm stellte die Polizei die aus ihrer Sicht erfreuliche Quote von rund 80 Prozent fest.

Während des Schwerpunkt-Kontrolltages kontrollierten die Beamtinnen und Beamten neben den Fahrrädern, E-Bikes und Pedelecs noch mehr als 300 Personen, 40 Autos und 44 E-Roller. In einem Fall werde wegen des Verdachts ermittelt, dass ein Mann ohne Fahrerlaubnis am Steuer war. Außerdem wurden insgesamt 37 Ordnungswidrigkeiten angezeigt.