Nicht nur in Stuttgart begeisterte die Deutschlandtour die Fans. Foto: Pressefoto Baumann

Es wird wieder gespurtet auf der Theodor-Heuss-Straße. Die Stadt Stuttgart und die Region sichern sich mit Zuschüssen die Deutschen Radsportmeisterschaften 2020 und wohl auch die Deutschlandtour 2021. Doch auch Hobbyradler sollen auf ihre Kosten kommen.

Stuttgart - Von heute an quälen sich die Radsportler über die Alpenpässe _ und Sportdeutschland fiebert mit, weil Emanuel Buchmann in der Spitzengruppe der Tour de France mitstrampelt. Die Radsportbegeisterung wächst wieder. Das war auch vor einem Jahr so, als die in Stuttgart endende Schlussetappe der Deutschlandtour Zigtausende an die Strecke in der Region lockte. Das soll sich wiederholen: In Stuttgart und der Region werden vom 19. bis 21. Juni im kommenden Jahr die Deutschen Radsportmeisterschaften stattfinden, 2021 soll erneut die Deutschlandtour im Südwesten Station machen. Zu beiden Terminen ist auch ein Jedermann-Rennen mit Start und Ziel in Stuttgart durch die Region geplant. Die Regionalversammlung sagte am Mittwoch einstimmig die finanzielle Unterstützung zu.

Stadt und Region teilen sich Zuschüsse

Für die Titelkämpfe fließen 450 000 Euro an den Veranstalter: 300 000 Euro von der Stadt Stuttgart, 150 000 Euro vom Verband Region Stuttgart. Am Freitag, 19. Juni, wird das Einzelzeitfahren der Frauen, Männer und U 23 mit Start und Ziel in der Region ausgetragen, am Samstag das Frauenrennen in der Region, am Sonntag startet das Männerrennen in der Region, der Schlussspurt findet in Stuttgart statt. Für einen Abstecher der Deutschlandtour 2021 in die Region ist ein Zuschuss von 650 000 Euro zugesagt: 487 500 von der Stadt und 162 500 Euro von der Region.

In der Debatte betonten alle Fraktionen die Faszination des Radsports in der Spitze und Breite, aber auch die Bedeutung des Radfahrens für die Verkehrswende. Nur Harald Raß (SPD) betätigte die Warnklingel: „Der Radsport ist sauber, und alle S-Bahnen fahren pünktlich.“

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