R. Kelly bei einem Auftritt in Atlanta, Georgia Foto: Jamie Lamor Thompson / Shutterstock.com

Die Staatsanwaltschaft von Chicago hat R. Kelly erneut angeklagt. Es geht um weitere Sexualstraftaten.

Die Staatsanwaltschaft von Chicago hat gegen Sänger R. Kelly (52) offenbar erneut Anklage wegen Sexualstraftaten erhoben. Die "Chicago Sun-Times" berichtet, dass es sich um elf neue Anklagepunkte handeln soll.

Zu den neuen Vorwürfen gehören demnach unter anderem vier Fälle von schweren sexuellen Übergriffen sowie drei Fälle von schwerem Missbrauch von einem Opfer im Alter zwischen 13 und 16 Jahren. Bei einer Verurteilung drohen R. Kelly durch einige der Anklagepunkte möglicherweise bis zu 30 Jahre Gefängnis, so die Zeitung.

Der Verteidiger des Sängers, Steve Greenberg, erklärte der "Sun-Times", dass er von der Staatsanwaltschaft über neue Anklagepunkte informiert worden sei, jedoch noch keine Akten gesehen habe. Auf Twitter schrieb der Anwalt: "R. Kelly wurde nicht wegen eines neuen Falls angeklagt. Er wurde in einem bestehenden Fall erneut angeklagt, das gleiche mutmaßliche Opfer und die gleiche Zeit (vor einem Jahrzehnt). Es ändert nichts."

Aus Haft entlassen

R. Kelly wurde im Februar aus einem Gefängnis in Chicago entlassen, nachdem er eine Kaution in Höhe von 100.000 Dollar und damit zehn Prozent der Gesamtkaution hinterlegt hat. Zuvor plädierte der Sänger auf "nicht schuldig". Vorgeworfen wird ihm sexueller Missbrauch von vier Frauen, von denen drei zum angeblichen Tatzeitpunkt minderjährig gewesen sein sollen. Am kommenden Donnerstag soll der 52-Jährige erneut vor Gericht erscheinen.

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