Die Polizei hat in Ludwigsburg einen Demozug von Querdenkern gestoppt (Symbolbild). Foto: dpa/Stefan Puchner

Am Samstagnachmittag haben sich etwa 50 Personen in der Ludwigsburger Innenstadt versammelt. Die Demonstration war nicht genehmigt, die Polizei schrieb danach mehrere Anzeigen.

Ludwigsburg - Die Polizei hat am Samstagnachmittag in Ludwigsburg eine nicht angemeldete Demonstration von Querdenkern aufgelöst. Ein Mann wurde festgenommen. Wie die Polizei mitteilt, hatten sich gegen 15.40 Uhr etwa 50 Personen aus der Szene zu einem Zug formiert und waren mit Transparenten, Trillerpfeifen und Trommeln von der Fasanenstraße in Richtung Marktplatz gezogen. Nachdem eine Polizeistreife darauf aufmerksam geworden war, machten die Beamten die Teilnehmer auf die geltenden Coronaregeln aufmerksam, worauf aber niemand reagierte.

Mit Unterstützung weiterer Streifenbesatzungen stoppte die Polizei die Demonstrierenden auf dem Rückweg vom Marktplatz am Forum am Schlosspark, die Teilnehmer versuchten, sich in alle Richtungen zu entfernen.

Weil viele der Coronaleugner gegen das Infektionsschutzgesetz verstießen, kontrollierte die Polizei sie. Ein 47-Jähriger wollte sich partout nicht ausweisen und leistete, als Beamte ihn durchsuchen wollten, heftigen Widerstand. Den Polizisten blieb nichts anderes übrig, als ihn mit Handschellen zu fesseln, was Passanten mit „Polizeigewalt“-Rufen quittierten. Der 47-Jährige wird sich wegen Widerstandes gegen Vollzugsbeamte verantworten müssen. Zwei weitere Teilnehmer, die die Kontrolle aufzeichneten, wurde ebenfalls Anzeige erstattet. Das Handy einer 56-jährigen Frau wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Stuttgart beschlagnahmt.

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