Beim Bahnhof entsteht eine neue Attraktion: Zu einem „Event-Hotspot“ will Janusch Munkwitz vom Studio Amore den temporären Pavillon machen, den die Eigentümer der LBBW als Gastro-Ort und Infopoint fürs neue Schlossgartenquartier bauen.
Mit ihrem Studio Amore und neuerdings auch mit dem Studio Gaga im leer stehenden Gebäude des früheren Hotels am Schlossgarten haben sich Janusch Munkwitz und Max Benzing für mehr empfohlen. Ihre beiden temporären Bars boomen. Brachflächen sind eine Chance für kreative Pioniere, die mit Pop-up-Ideen dafür sorgen, dass in der Übergangszeit, bis für neue Projekte Bauanträge genehmigt sind, die Sanierung also beginnen kann, der Leerstand sinnvoll für Gastronomie und Kultur genutzt wird. Damit will man erreichen, dass das urbane Leben blüht.
Jetzt vertraut die Schlossgartenbau AG, eine Tochter der Immo-LBBW, die als Eigentümer das Quartier an der Unteren Königstraße zu einem „Highlight der City“ machen will, noch ein Projekt der Firma Supersupply von Munkwitz an. Während der jahrelangen Bauphase des Viertels wird ein Pavillon auf der Spindel zum Parkhaus am Schlossgarten errichtet. In der massiven Holzkonstruktion, die Melanie Winkler und Daniel Schöpflin, zwei Architektur-Studierende der Universität Stuttgart, entworfen haben, soll ein Info-Punkt die Baufortschritte dokumentieren sowie Visualisierungen des neuen Quartiers vorführen.
Darüber hinaus soll es dort an sieben Tagen pro Woche von morgens bis abends ein gastronomisches Angebot geben. Zudem ist die Nutzung als Event-Fläche geplant. Wie Aleksandra Boländer, die Sprecherin der LBBW Immobilien, unserer Redaktion mitteilt, ist die Eröffnung für Oktober 2024 geplant.
Munkwitz und sein Team hätten sich in den vergangenen Jahren „einen hervorragenden Ruf als kreative Gestalter an der Schnittstelle von Gastronomie, Innenarchitektur und Events gemacht“, erklären die Eigentümer. „Wir freuen uns, dass wir die LBBW Immobilien ein weiteres Mal von einem innovativen Nutzungskonzept überzeugen konnten“, sagt Janusch Munkwitz, Geschäftsführer von Supersupply. Sein Ziel lautet: „Der neue Pavillon soll zu einem Event-Hotspot zwischen Hauptbahnhof und Schlossgarten werden!“ Läuft alles nach Plan, wird der Pavillon solange bleiben, bis das neue Quartier samt dem neuen Hotel komplett fertig ist. Die Rede ist von 2027 oder 2028.
Das Schlossgartenquartier umfasst etwa 50 000 Quadratmeter, dazu gehören die Gebäude Königstraße 1 a/b, Königstraße 1c, Königstraße 3 sowie das Hotel an der Schillerstraße. Laut Sprecherin Aleksandra Boländer sind die Eigentümer beim Pachtvertrag für das Hotel am Schlossgarten mit der Münchner MHP AG unter der Mariott-Marke Autograph Collection „auf der Zielgeraden“. Das neue Viertel werde den neuen Hauptbahnhof mit dem Schlossgarten – bis hin zu Staatsoper und Staatstheater – sowie mit der Innenstadt verbinden. In diesem Sommer soll die „Revitalisierung des Quartiers“ bei der Königstraße 1c, dem Gebäude des ehemaligen Karstadt Sport, beginnen. Dieser Bereich soll Mitte 2026 bezugsfertig sein.