Die Zahl betreuungsbedürftiger Menschen aufgrund von Erkrankung oder Behinderung im Kreis Böblingen wächst. Für sie wird qualifiziertes Personal benötigt.
Derzeit werden rund 2700 Menschen im Landkreis durch rechtliche Betreuerinnen und Betreuer begleitet. Da Familiennetzwerke diese Aufgabe immer seltener übernehmen können, wächst der Bedarf an qualifizierten Berufsbetreuern. „Mit der steigenden Zahl betreuungsbedürftiger Einwohner im Landkreis kommt Berufsbetreuerinnen und -betreuern eine zunehmend gesellschaftlich relevante und anspruchsvolle Rolle zu“, sagt Stephanie Jaskolka, Sachgebietsleitung Betreuung und Vorsorge beim Landratsamt. „Wir sind auf fachlich qualifizierte und engagierte Menschen angewiesen, um diesen Herausforderungen auch in Zukunft gerecht zu werden.“
Die Würde von Betroffenen im Blick
Zu den wichtigsten Aufgaben von Berufsbetreuern zählen die Unterstützung bei finanziellen Angelegenheiten, die Organisation von Pflegeleistungen, die Zustimmung zu medizinischen Maßnahmen sowie die Wahrung und Durchsetzung von Rechten gegenüber Behörden und Leistungsträgern. Die Unterstützung in rechtlichen Angelegenheiten trägt dazu bei, die Würde und Selbstbestimmung der Betroffenen zu sichern, die aufgrund von Erkrankungen oder Behinderungen ihre rechtlichen Angelegenheiten nicht eigenständig regeln können. Dabei stehen die Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen im Mittelpunkt.
Berufsbetreuerinnen und -betreuer arbeiten eigenverantwortlich und werden über die Betreuungsgerichte vergütet. Die Arbeitszeit und die Anzahl der Fälle sind flexibel gestaltbar. Die Betreuungsbehörde unterstützt durch regelmäßige Treffen und Vernetzungsmöglichkeiten im Landkreis.
Auch Quereinsteiger sind willkommen
Gesucht werden Personen mit einem abgeschlossenen Studium in Sozialer Arbeit, Sozialpädagogik oder Rechtswissenschaften sowie persönlicher Motivation und Verständnis für Menschen in herausfordernden Lebenslagen. Auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sind willkommen.
Interessenten melden sich bei Stephanie Jaskolka (Telefonnummer: 0 70 31 / 6 63 12 44, E-Mail: s.jaskolka@lrabb.de). Weitere Infos unter www.bdb-ev.de.