Philipp Hettler und Valentin Hillengass bauen aus 900 Tannen und 200 Kubikmetern Holzhackschnitzeln einen kleinen (Punsch-)Wald am Feuersee. Foto: Petra Xayaphoum

Am Montag Vormittag war rund ums W&W-Areal am Feuersee einiges los: 900 Tannenbäume und 200 Kubikmeter Holzhackschnitzel wurden angeliefert. Ein eigener kleiner Wald entsteht auf dem Areal.

Wer heute Vormittag am Feuersee in Stuttgart-West entlangspaziert ist, hat sofort gerochen, dass hier etwas Besonderes in Gange ist: Der Duft von Tannen und frischgehacktem Holz lag in der Luft. Der Grund: Heute begann der Aufbau des Stuttgarter Punschwaldes im ehemaligen W&W-Areal hinter der Feuerseekirche.

 

Hinter dem weihnachtlichen Titel verbirgt sich ein Winter-Event der etwas anderen Art. Wie das Stadtkind berichtet, wurden nach dem Vorbild des Flensburger Punschwaldes 900 Tannenbäume und 200 Kubikmeter Holzhackschnitzel von LKWs abgeladen und von Baggern und zahlreichen Mitarbeitenden auf dem Außengelände verteilt. Innerhalb der nächsten anderthalb Wochen soll hier ein kleiner urbaner Wald entstehen, am 14. November wird der Punschwald feierlich eröffnet. Im Wäldchen verteilen sich zwischen den Tannen 35 selbstgezimmerte, überdachte Krippen mit Heizstrahlern, die jeweils Sitzplätze für bis zu zehn Personen bieten, hinzu kommen hundert bis zweihundert Stehplätze und drei rollstuhlgerechte Krippen.

Die lauschigen Sitzgruppen kann man vorab online reservieren, wenn man sichergehen möchte, einen Sitzplatz zu ergattern. Einige Krippen werden aber auch stets für Spontanbesucher:innen freigehalten. Glühwein, Punsch, Feuerzangenbowle und Co. holt man sich dann selbst an den umliegenden Ständen. „Fünfzehn verschiedene Heißgetränke wird’s geben“, verrät Valentin Hillengass, der das Ganze gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Philipp Hettler auf die Beine stellt, mit dem er unter anderem auch schon die Wabisabi-Bar in Stuttgart-Mitte wuppt. Der weiße Glühwein kommt vom regionalen Weingut Wilhelm Kern, der rote aus Nürnberg und die Punsche aus Österreich, berichtet das Stadtkind.

Zwischen die Zähne gibt’s „Weihnachtsmarktiges“ aka Raclette, Gulasch, Gegrilltes, Suppen sowie Veganes vom Grill. Geöffnet hat der Punschwald vom 14. November bis Ende Februar von Donnerstag bis Sonntag ab 16 Uhr (übrigens auch an Silvester mit extra langen Öffnungszeiten). Nach dem Abbau wandert ein Teil der Tannen in verschiedene Zoos, unter anderem als Spielzeug und Futter für Elefanten.

Punschwald, W&W-Areal, Gutenbergstr. 30, Stuttgart-West, ab 14.11. Do-So 16-22 Uhr