Doppelter Schlag: Die nächtliche Eskapade am 28. Februar kostete Kevin Großkreutz den Job beim VfB. Foto: dpa

Die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen zwei mutmaßliche junge Gewalttäter, die den Ex-VfB-Profi Kevin Großkreutz schwer verletzt hatten, wird zu einem Gerichtsprozess führen. Bis zur Verhandlung wird es aber noch ein bisschen dauern.

Stuttgart - Zwei 17 und 18 Jahre alte Beschuldigte werden sich voraussichtlich im Spätsommer für die Prügelattacke auf den Ex-VfB-Profi und Ex-Nationalspieler Kevin Großkreutz verantworten müssen. Wie zu erfahren war, hat das Amtsgericht Stuttgart die Anklage der Staatsanwaltschaft wegen gefährlicher Körperverletzung zugelassen. Eine Sprecherin des Amtsgerichts bestätigte am Mittwoch auf Anfrage, dass ein Prozess „voraussichtlich Ende August oder Anfang September“ zu erwarten sei. Die Großkreutz-Affäre ist ein Fall für das Jugendschöffengericht.

Der Vorfall in der Nacht zum 28. Februar hatte Großkreutz den Job beim VfB gekostet. Der 28-Jährige war mit VfB-Jugendspielern in der Altstadt unterwegs und an eine Jugendgruppe geraten. „Der Grund für die Auseinandersetzung ist nicht so ganz klar“, sagt Jan Holzner, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Dabei soll ein 18-Jähriger aus Esslingen den Fußballprofi mit einem Faustschlag zu Boden gestreckt haben. „Das Opfer schlug mit dem Kopf auf dem Boden auf und wurde dann von dem zur Tatzeit 16-Jährigen mindestens einmal ins Gesicht getreten“, so Holzner. Großkreutz sei kurzzeitig bewusstlos gewesen. Weil der 16-Jährige aus Geislingen stammt, war zunächst die Ulmer Staatsanwaltschaft zuständig. Der Fall ging wieder nach Stuttgart, das Duo sitzt seit 5. April in Untersuchungshaft.

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