Hier soll der 41-Jährige seinen Familienmitglieder getötet haben. Foto: dpa/Armin Weigel

Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Ehepaars und dessen Tochter hat der angeklagte Sohn vor Gericht von Notwehr gesprochen. Der Mann war zuvor bereits in einer Psychiatrie untergebracht.

Regensburg - Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Ehepaares und dessen Tochter in Mallersdorf-Pfaffenberg (Landkreis Straubing-Bogen) hat der Angeklagte von Notwehr gesprochen. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft tötete der 41-jährige Sohn Anfang März im gemeinsamen Wohnhaus seine 72 und 69 Jahre alten Eltern und seine 37-jährige Schwester. Die Behörde wirft ihm Totschlag vor. Der Mann kam nach seiner Festnahme in eine psychiatrische Klinik.

Zum Prozessauftakt am Mittwoch vor dem Landgericht Regensburg berichtete der Angeklagte zunächst von telepathischen Angriffen und einem früheren Klinikaufenthalt. Zum Tatvorwurf sagte er, er habe seinen Vater im Streit umgeschubst, aber nicht töten wollen. Dann habe seine Mutter nach der Schwester gerufen und gesagt, der 41-Jährige müsse zurück in die Psychiatrie gebracht werden. „Ich wollte nicht wieder nach Mainkofen“, sagte der Angeklagte. Zudem hätte der Vater einfach aufstehen können. Jedoch hätten sie ihn - ohne mit ihm zu reden - sofort in die Klinik bringen wollen. „Das ist unter aller Sau, das ist das Allerletzte.“

Das Urteil soll am Freitag gesprochen werden.

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