Die Staatsanwaltschaft sieht als Motiv für den Angriff die verletzte Ehre des Mannes. (Symbolbild) Foto: dpa

Ein 46-Jähriger hat vor dem Landgericht Ravensburg eine blutige Attacke auf seine Ex-Frau gestanden. Der Mann hatte sie mit Hammer und Messer schwer verletzt.

Ravensburg - Einen blutigen Angriff mit Messer und Hammer auf seine frühere Ehefrau hat ein 46-Jähriger vor dem Landgericht Ravensburg gestanden. „Ich habe etwas Falsches gemacht und bereue es sehr“, sagte der aus Syrien stammende Asylbewerber am Dienstag. Die Anklage wirft dem Mann versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor. Die Frau konnte durch eine Notoperation gerettet werden.

Tatmotiv: verletzte Ehre

Eine Tötungsabsicht bestritt der 46-Jährige vor Gericht jedoch. Er sei im September 2018 mit Messer und Hammer zur Wohnung der 38-Jährigen gefahren, um ihrem neuen Mann Angst zu machen und weil er sich um die bei ihr lebenden Kinder gesorgt habe. Dort sei er allerdings nur seiner Ex-Frau begegnet - sie habe geschrien, danach wisse er nicht mehr, was geschehen sei. Als er nach eigenen Angaben wieder zu sich kam, habe er seine elfjährige Tochter gebeten, die Polizei zu rufen. Die Staatsanwaltschaft sieht als Motiv für den Angriff die verletzte Ehre des Mannes, da die 38-Jährige erneut geheiratet habe.

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