Eine Frau war im August 2018 nach einer Messerattacke gestorben. (Symbolbild) Foto: dpa

Eine Frau war im Sommer 2018 mit einem Messer attackiert worden und an ihren Verletzungen gestorben. Als Tatverdächtiger gilt ihr Ex-Mann. Der äußerte sich über seinen Anwalt beim Prozess-Auftakt.

Koblenz - Ein 44-Jähriger hat in Koblenz über seinen Anwalt den Totschlag an einer sechsfachen Mutter gestanden. „Er bereut die Tat“, sagte der Verteidiger Cem Ilhan am Dienstag zum Auftakt eines Prozesses vor dem Landgericht. Die Tat sei nicht geplant gewesen. Zum Motiv äußere sich der Angeklagte nicht.

Staatsanwalt Matthias Saal hatte dem Deutschen in dem Totschlagsprozess vorgehalten, seine Ex-Ehefrau im August 2018 in deren Wohnung in Koblenz „getötet zu haben ohne Mörder zu sein“ - mit zehn Stichen mit einem Messer mit einer Klingenlänge von 21,5 Zentimetern. Die Frau sei sofort tot gewesen. Polizisten hätten ihren ehemaligen Mann noch am Tatort festgenommen. Er habe 0,68 Promille Alkohol im Blut gehabt.

Der Koblenzer Oberstaatsanwalt Rolf Wissen hatte am Montag der Deutschen Presse-Agentur gesagt, dem Angeklagten sei einst das Sorgerecht für die fünf gemeinsamen Kinder entzogen worden. Zwei Mal habe er in vergangenen Jahren auch eine jeweils sechsmonatige Kontaktsperre zu seiner Ex-Frau gehabt. Der Angeklagte habe zudem Nacktbilder von ihr verbreitet und deswegen eine 60-tägige Ersatzstrafe verbüßt, weil er eine Geldstrafe nicht gezahlt habe.

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