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Der Erpresser des Milliardärs Dietmar Hopp (69) hat am Dienstag vor dem Heidelberger Landgericht ein Geständnis abgelegt. Ihm tue die Geschichte sehr leid.

Heidelberg - Der Erpresser des Milliardärs Dietmar Hopp (69) hat am Dienstag vor dem Heidelberger Landgericht ein Geständnis abgelegt. Zum Prozessauftakt ließ er über seinen Anwalt zugleich erklären, dass ihm die Geschichte sehr leid tue. Er sei mit seiner Spedition in großen finanziellen Nöten gewesen. Laut Anklage drohte der Fuhrunternehmer aus Gemmingen bei Heilbronn dem Mäzen des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim damit, dessen Frau und die zwei Söhne umzubringen. Der 43-Jährige verfasste drei Drohbriefe und forderte 5,5 Millionen Euro von Hopp. Er muss sich wegen versuchter räuberischer Erpressung verantworten. Ihm droht ein Jahr Freiheitsstrafe.

Das Geständnis des Angeklagten erspart Hopp eine Zeugenaussage vor Gericht. "Das war eine sehr belastende Situation für die Familie", sagte sein Anwalt, der Hopp als Nebenkläger im Prozess vertritt. Für den Milliardär sei aber klar, dass er Erpressungsversuchen nicht nachgeben werde. Im vorliegenden Fall sei ebenfalls kein Geld geflossen. Hopp habe sofort die Polizei eingeschaltet, die sehr zügig und professionell gearbeitet habe.

Der Spediteur wurde wenige Tage nach einer fingierten Geldübergabe bei Trier festgenommen und kam in Untersuchungshaft. Das Gericht hat für den Prozess zunächst zwei Verhandlungstage eingeplant.

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