Die Staatsanwaltschaft klagt zwei Männer wegen Drogenschmuggels an. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Im vergangenen Oktober ging Zollbeamten am Fernbusbahnhof einen Rucksack mit zehn Kilo Heroin in einem Fernbus gefunden. Zwei 29-jährige Männer stehen von Montag an deswegen vor dem Landgericht Stuttgart: Sie sollen versucht haben, den Stoff von Bulgarien nach Spanien zu bringen.

Stuttgart - Mit zehn Kilogramm Heroin im Gepäck haben Zollbeamte vergangenen Herbst zwei Männer in einem Fernbus erwischt. Von Montag an müssen sie sich deswegen vor dem Stuttgarter Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, als Kuriere unterwegs gewesen zu sein.

Einmal quer durch Europa sollte die Reise mit dem verbotenen Ballast im Rucksack gehen, so der bisherige Stand der Erkenntnisse: Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass beiden 29 Jahre alten Männer den Stoff in Bulgarien angenommen hatten, um ihn nach Spanien zu bringen. Erwischt wurden die Beschuldigten bei einer stichprobenartigen Kontrolle des Hauptzollamts am Busbahnhof in Obertürkheim.

Bei der Kontrolle fanden die Zollbeamten zunächst das Gepäckstück, ohne es einem Besitzer zuordnen zu können. Die beiden Männer taten so, als ob sie mit dem Rucksack nichts zu tun hätten – obwohl er in der Nähe ihrer Sitze gelegen hatte. Die Ermittler setzten auf kriminaltechnische Untersuchungen, um Spuren der Besitzer am Rucksack zu finden.

Die Männer sitzen seit Anfang Oktober in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind sechs Verhandlungstage bis Ende April angesetzt.

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