Polizeieinsatz in Lenningen: Ein Streit unter Mitbewohnern in einem Mehrfamilienhaus im Oktober 2024 endete tödlich. (Symbolfoto) Foto: Marijan Murat/dpa

Zwei Mitbewohner eines Mehrfamilienhauses in Lenningen hatten schon länger Zwistigkeiten miteinander. Doch im Oktober 2024 eskalierte die Situation tödlich.

Sie waren bereits in der Vergangenheit aneinandergeraten. Doch Anfang Oktober 2024 geriet der Streit zwischen zwei Nachbarn in einem Mehrfamilienhaus in Lenningen außer Kontrolle. Er endete mit dem Tod eines der Beteiligten. Der Prozess gegen einen 62-Jährigen vor dem Landgericht Stuttgart beginnt am Dienstag, 2. Juni. Der Tatvorwurf gegen den Angeklagten lautet auf Körperverletzung mit Todesfolge.

 

Der Konflikt schwelte schon länger. Doch am 6. Oktober 2024 wurde der Streit nach Angaben der Pressestelle des Landgerichts und der Polizei handgreiflich ausgetragen. Im Flur des Hauses in der Bissinger Straße in Lenningen sei es an jenem Sonntagnachmittag gegen 13.45 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Bewohnern gekommen. Zuvor hätten sie ihre Streitigkeiten verbal ausgetragen. Und auch am Tattag hätten sie sich anfangs wohl auch zunächst mit Worten auseinandergesetzt.

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Doch dann sei die Situation eskaliert: Der Angeklagte soll nach Angaben der Pressestelle des Landgerichts seinen Nachbarn mit den Händen gepackt und gegen eine Wand gestoßen haben.

Senior in Lenningen stirbt

Laut Polizeibericht unmittelbar nach dem Geschehen waren beide Kontrahenten bei der Auseinandersetzung verletzt worden. Rettungsdienst und Polizei seien am 6. Oktober 20224 vor Ort im Einsatz gewesen. Der Rettungsdienst habe zunächst einen an der Auseinandersetzung beteiligten Senior ambulant vor Ort versorgt. Der Gesundheitszustand des Mannes habe sich aber verschlechtert. Der Geschädigte habe daher zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden müssen.

In der Folge sei es dem Geschädigten immer schlechter gegangen, teilt das Landgericht mit. Er sei Anfang März 2025 wohl an den Folgen des Streits verstorben. Vermutlich sei er so stark gegen die Wand geschleudert worden, dass der Aufprall eine Blutung unter der harten Hirnhaut ausgelöst habe.

Der Prozess vor dem Landgericht Stuttgart um den tödlichen Nachbarschaftsstreit beginnt am Dienstag, 2. Juni. Foto: dpa

Die Verletzungsfolgen des Mannes hätte der Angeklagte vorhersehen können. Er habe sie aber zumindest billigend in Kauf genommen, heißt es von der Pressestelle des Landgerichts. Der Prozess vor dem Schwurgericht beginnt am Dienstag, 2. Juni. Es sind zwei weitere Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil wird nach jetziger Planung Ende Juni erwartet.