Die Rassismus-Proteste gibt es nun auch in der Eishockey-Profiliga NHL. Foto: AP/Frank Gunn

Der Protest im US-Sport gegen Rassismus und Polizeigewalt zieht immer größere Kreise. Am Donnerstag sind weitere Spiele abgesagt worden – darunter auch erstmals Partien der Eishockey-Profiliga NHL.

Washington - In den nordamerikanischen Profisportligen sind im Zuge der Proteste gegen Polizeigewalt am Donnerstag erneut zahlreiche Spiele abgesagt worden. Erstmals reagierte auf Druck der Spieler auch die Eishockey-Profiliga NHL auf den Streik in der Basketball-Profiliga NBA. Sie verschob die vier Play-off-Partien am Donnerstag und Freitag. Sie sollen am Samstag nachgeholt werden.

Nicht ausgetragen wurden die jeweils drei Spiele in den Basketball-Profiligen der Frauen (WNBA) und Männer (NBA). Nach übereinstimmenden Medienberichten soll in der NBA am Samstag weitergespielt werden, die WNBA könnte bereits am Freitag den Spielbetrieb wieder aufnehmen.

Diese Ligen machen mit

In der Baseball-Profiliga MLB fielen am Donnerstag sieben von 15 angesetzten Spielen aus. In der Fußball-Liga MLS, die auf Druck der Spieler am Mittwoch fünf von sechs Spielen abgesagt hatte, waren am Donnerstag und Freitag keine Spiele angesetzt. Neun Mannschaften der Football-Liga NFL ließen am Donnerstag aus Protest ihre Trainingseinheiten ausfallen.

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Betroffen von der Absage der NHL-Spiele waren auch die New York Islanders mit den deutschen Nationalspielern Thomas Greiss und Tom Kühnhackl. Sie hätten am Donnerstag gegen die Philadelphia Flyers spielen sollen. Die NHL unterstütze die „Entscheidung der Spieler, nicht anzutreten“, teilten die Liga und die Spielergewerkschaft in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. Die NHL war stark dafür kritisiert worden, dass sie am Mittwoch den Spielbetrieb zunächst fortgesetzt hatte.

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