Kathrin Scheck (li.) übergibt Bürgermeister Pätzold die Protestnote. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

„Mit dieser Straße würden 60 Hektar wertvollster Ackerfläche vernichtet und die Lebensqualität von 100 000 Menschen gefährdet“, sagte Kathrin Scheck, Landwirtin aus Zuffenhausen. Sie hat Bürgermeister Peter Pätzold nun eine Protestnote überreicht.

Stuttgart - Das Straßenbau-Projekt ist seit rund 30 Jahren in der Diskussion, nun haben die CDU-Bundestagsabgeordneten Joachim Pfeiffer und Norbert Barthle den Nord-Ost-Ring Stuttgart wieder als drin­gendes Vorhaben ins Gespräch und damit die Gegner in Alarmbereitschaft gebracht. „Mit dieser Straße würden 60 Hektar wertvollster Ackerfläche vernichtet und die Lebensqualität von 100 000 Menschen gefährdet“, sagte Kathrin Scheck, Landwirtin aus Zuffenhausen, die am Samstag in Stuttgart-Mühlhausen neben dem Acker des Landwirts Simon Sperling stellvertretend für 80 bäuerliche Betriebe in Zuffenhausen, Kornwestheim, Oeffingen, Schmiden und Fellbach eine Protesterklärung an Peter Pätzold (Grüne), den Stuttgarter Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, überreichte. Obendrein sei diese Straße, befürchten die Besitzer der Höfe und Äcker, nicht nur eine Umfahrung von Stuttgart, sondern das zentrale Teilstück einer neuen Autobahn vom Rheintal bis Augsburg und Ingolstadt für den Fern- und Schwerlastverkehr.

„Stadtverwaltung und Gemeinderat haben sich gegen den Nord-Ost-Ring ausgesprochen“, konnte Pätzold den Landwirten versichern. Man wolle die wertvollen Ackerflächen erhalten und die Versorgung der Bürger mit regionalen Lebensmitteln sicherstellen. „Und außerdem“, beruhigte Pätzold, „hat das Projekt im Verkehrs­wegeplan des Bundes keinerlei Finanzierungspriorität.“

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