Demonstranten vor den US-amerikanischen Kelley Barracks in Stuttgart-Möhringen. Foto: dpa

"Eucom und Africom = Schande für Stuttgart" steht auf den Schildern der Demonstranten, die am Samstag vor den Kelley Barracks in Stuttgart-Möhringen demonstriert haben.

Stuttgart - Liedermacher und Friedensaktivist Konstantin Wecker hat bei einer Kundgebung die Unterstützung der Bundesregierung für Standorte der US-Streitkräfte in Stuttgart kritisiert.

Die Bundesregierung kümmere sich „überhaupt nicht ums Völkerrecht, wenn es darum geht, ihren amerikanischen Partnern beizustehen“, sagte er am Samstag. Teilnehmer und Organisatoren forderten die Schließung der Kommandozentralen Africom und Eucom. Laut Organisatoren werden die umstrittenen Drohneneinsätze der USA von dort aus koordiniert. „Von Stuttgart darf kein Krieg ausgehen“, riefen Teilnehmer und Sprecher bei der Kundgebung.

Zuvor hatten mehrere hundert Besucher des evangelischen Kirchentags in der Innenstadt eine „Menschenkette für den Frieden“ gebildet. Die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, reihte sich auch ein. Sie kritisierte, dass das Thema Frieden beim Glaubensfest in Stuttgart keine größere Rolle gespielt habe.

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