Die Stadt will nun zwischen den Eigentümern und den Hausbesetzerinnen und -besetzern vermitteln. Foto: Oliver Willikonsky - Lichtgut

Die Stadt lädt die Hausbesetzerinnen und -besetzer an diesem Montag zu einem Vermittlungsgespräch ein. Die Aktivisten wollen mit den Eigentümern verhandeln und fordern Mietverträge in dem Haus an der Forststraße 140.

Stuttgart - Laut einer Mitteilung der Aktivisten, die seit mehr als einer Woche das leerstehende Haus an der Forststraße 140 im Stuttgarter Westen besetzen, hat die Stadt für diesen Montag um 14 Uhr zu einem Vermittlungsgespräch eingeladen. „Wir haben der Stadt geantwortet, dass wir selbstverständlich dazu bereit sind, vorausgesetzt die Eigentümer werden bei dem Gespräch persönlich anwesend sein“, heißt es. Die Besetzer fordern Mietverträge für die Wohnungen in dem Haus an der Forststraße 140.

Dass die Stadt vermitteln wolle, begrüßen die Aktivisten, aber: „Eigentlich müsste bei so einem Gespräch OB Kuhn als Repräsentant der Stadt anwesend sein, doch dieser drückt sich davor und schickt andere vor“, sagt Maria Piave von den Hausbesetzerinnen und -besetzern.

Linke-Parteivorsitzender hilft Aktivisten bei Renovierung und kritisiert Stadt Stuttgart

Bernd Riexinger, MdB und Parteivorsitzender Die Linke, hat den Besetzern am Wochenende bei ihrer Renovierungsaktion geholfen. Seine Meinung: „Diese Besetzung ist legitim und geschieht aus Notwehr der Betroffenen.“ Die Stadt und Oberbürgermeister Fritz Kuhn seien trotz der Wohnungskrise in Stuttgart untätig und daher mit verantwortlich dafür, dass Menschen leerstehende Häuser besetzten.

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