Nico Santos und Barbara Schöneberger feierten am Samstagabend besondere ESC-Momente. Foto: [M] ProSieben/Willi Weber/NDR/Morris Mac Matzen

Primetime-Duell zwischen ProSieben und der ARD: Welche ESC-Alternative lockte mehr Zuschauer vor die Fernsehgeräte? Und welche konnte auch überzeugen?

Zwei Sender, zwei Shows, viele Meinungen. Am Samstagabend flackerten in der ARD und auf ProSieben zeitgleich der "Eurovision Song Contest - Das deutsche Finale live aus der Elbphilharmonie" sowie der "Free European Song Contest" ("Free ESC") über die Mattscheiben. Welche der beiden Shows kam beim Fernsehpublikum besser an? Und wie waren die allgemeinen Reaktionen?

Musik des "Free ESC"-Gewinners Nico Santos ganz einfach hier streamen.

ProSieben-Show punktet mit Comedy

Der von Stefan Raab (53) ins Leben gerufene "Free ESC" sorgte laut Twitter-Gemeinde für einen "extrem unterhaltsamen Abend". Die Reaktionen auf die Musikbeiträge wie etwa jenem von Gewinner Nico Santos (27, "Like I Love You") fallen durchweg positiv aus. Der Abend wird von einem Nutzer gar als "eine Reise in die beste Comedy-Vergangenheit mit Bully und Raab" betitelt.

Und auch die Quoten sprechen für sich. Bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern erreichte der "Free ESC" am Samstagabend einen Marktanteil von 19,2 Prozent. Insgesamt verfolgten rund 2,57 Millionen Zuschauer die Premiere des alternativen Musikwettbewerbs.

ARD-Alternativen spalten die Meinungen

Ob die ARD mit dem von Barbara Schöneberger (46) moderierten "Deutschen Finale" da mithalten konnte? Ja - wenn auch ein wenig verhaltener. Bei den 14- bis 49-Jährigen schalteten immerhin so viele ein, dass in der Zielgruppe 17,9 Prozent Marktanteil generiert werden konnten. Treue ESC-Anhänger zeigten sich im Anschluss größtenteils dankbar für die Show, die in Zeiten der Corona-Krise ein Stückchen Normalität symbolisiere.

Dennoch hatte es der offizielle Ersatz "Europe Shine a Light", der im Anschluss an das "Deutsche Finale" gezeigt wurde, schwer. Ihn verfolgten lediglich 1,64 Millionen Zuschauer, was bei den 14- bis 49-Jährigen einen geringen Marktanteil von 9,0 Prozent ausmachte. Das allgemeine Fazit der ARD-Zuschauer wurde von einer Twitter-Nutzerin zusammengefasst: "Nächstes Jahr wird besser. Hoffentlich." Der originale Eurovision Song Contest scheint wohl eben doch nicht so leicht zu ersetzen zu sein.

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