Die Sanierung der Realschule ist ein umfangreiches Projekt. Foto: factum/Archiv

Große und kleine Gerlinger Baupläne reifen in den Ferien weiter. Auch für die Realschule wird weiter geplant. Am Träubleareal wird indes wohl erst im Oktober begonnen.

Gerlingen - Es gibt viele Baustellen in Gerlingen, bestehende und vorgesehene. Nach dem Abschied von Rolf Eberhart als Chef des Stadtbauamts wartet das Planen und Bauen in der Stadt nicht, bis sein Nachfolger kommt. Er sei jetzt ein Vierteljahr lang auch „Interimsstadtbaumeister“, hat der Bürgermeister Georg Brenner in der letzten Gemeinderatssitzung vor den Ferien angekündigt. Er wolle einige Projekte während der Vakanz weitertreiben. Denn der neue Stadtbauchef, den Brenner selbst vorstellen will, wird erst am 1. Oktober im Rathaus antreten.

 

Zumindest an den Projekten Realschul-Sanierung, Jahnstraße 7 oder Kelterplatz werde weiter geplant, sagt Brenners Stellvertreterin Martina Koch-Haßdenteufel, die derzeit die Stallwache im Rathaus versieht – der Bürgermeister hat sich in den Urlaub verabschiedet. Für die Realschule werde im nächsten Jahr zwar noch nicht groß gebaut, meint die Erste Beigeordnete. Aber der Architektenwettbewerb müsse weiter vorbereitet werden.

Planung der Sporthalle

In der Planungsphase ist auch noch der Neubau einer Dreifeldsporthalle auf dem Breitwiesengelände. Dafür werde jetzt der erste Schritt gesetzt mit der Abfrage der Bedürfnisse bei den Vereinen, sagt Koch-Haßdenteufel. Das Bebauungsplanverfahren für das Neubaugebiet Bruhweg II gehe weiter, und man müsse auch überlegen, wie das Projekt Kelterplatz weitergehe. Auch dabei geht es um den nötigen Aufwand. Wie berichtet, hatte der Gemeinderat einen von der Verwaltung vorgeschlagenen neuen Gehweg abgelehnt. Bei der Finanzklausur im Oktober müsse nun überlegt werden, ob und mit welchem Aufwand eine marode Staffel zur Höhe hinauf saniert wird. Eine kleinere Baumaßnahme ist die Verbesserung der Sanitärräume im Gasthaus Hirsch, das der Stadt gehört.

Große Nutzfläche

Auch für die künftig größte Baustelle in der Stadt, das Träuble-Areal zwischen der Leonberger und der unteren Hauptstraße, gehen die Vorbereitungen für den Baubeginn im Herbst weiter. Die angefragten Firmen für die ersten Gewerke hätten ihre Angebote abgegeben, so Kathrin Grob vom beauftragten Architekturbüro. Man könne die Aufträge aber noch nicht erteilen, da die Verträge notariell noch nicht abgeschlossen seien. Erst danach gebe es rein rechtlich einen Bauherrn, der Aufträge vergeben könne. Auf dem Träuble-Areal werden in mehreren Gebäuden rund 10 000 Quadratmeter Nutzfläche entstehen, davon rund ein Viertel für einen großen Markt. Zudem sind knapp 200 Parkplätze geplant.