Hallenbadbau in Stuttgart Startsignal für das 35-Millionen-Euro-Projekt

Von Josef Schunder 

So ähnlich könnte das Sportbad von innen ausschauen. Foto: Michael Steinert
So ähnlich könnte das Sportbad von innen ausschauen. Foto: Michael Steinert

Die Freunde des Schwimmsports atmen auf: Der Gemeinderat hat nun endgültig den Bau eines Sporthallenbades beschlossen. Rund 35 Millionen Euro kostet das Projekt. Wir sagen, wer rein darf.

Stuttgart - Der Bau eines neuen Sporthallenbads mit 50-Meter-Wettkampf­becken im Neckarpark wird vorangetrieben. Der Bäderausschuss des Gemeinderats hat am Freitag der Entwurfsplanung der Architekturbüros AHM (Berlin) und Lehmann (Offenburg) sowie der Betriebskonzeption zugestimmt. Gleichzeitig gab er grünes Licht dafür, dass die ­Detailpläne für das voraussichtlich knapp 35 Millionen Euro teure Bad bis zur Vergabe der Bauarbeiten entwickelt werden.

Das Konzept sieht neben dem großen Becken mit Hubwand auch ein 25-Meter-Becken mit Hubboden vor, einen kleinen Sprungturm mit drei Metern und eine Tribünenanlage mit etwa 900 Sitz- und Stehplätzen. Entstehen soll das Bad an der Mercedesstraße im Bereich der Einmündung der Benzstraße. Der Baubeginn ist 2019 möglich, wenn der Gemeinderat das Projekt, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, in die Haushaltsplanung der Stadt und ihrer Bäderbetriebe aufnimmt. Die Inbetriebnahme wäre dann frühestens im Frühjahr 2021 zu erwarten. Genutzt werden soll das Bad von Leistungssportlern in Schwimmen und Wasserball und für Schülerschwimmen. Außerdem, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung, sollen auch nicht-organisierte Schwimmsporttreibende Zugang erhalten.

Dem Stadtbad in Cannstatt droht die Schließung

Technik-Bürgermeister Dirk Thürnau (SPD) sagte im Ausschuss, mit einiger Wahrscheinlichkeit werde Stuttgart nicht als Bundesstützpunkt für Wasserball ausgewiesen. Die finale Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Je nach ihrem Ausgang werde man die Zuschussanträge an die Adresse der entscheidenden Gremien beim Bund und beim Land abfassen. Thürnau berichtete auch, dass die Verwaltung nach der Inbetriebnahme des Sporthallenbads langfristig das Stadtbad Untertürkheim zu schließen beabsichtige. Dieser Aspekt sei jetzt aber nicht Teil der Beschlüsse, sagte der Bürgermeister im Hinblick auf den Bezirksbeirat Untertürkheim, der die Stadtbadschließung bereits ablehnte. Konkret ist dagegen die Absicht der Verwaltung, das sanierungsbedürftige Stadtbad in Cannstatt zu schließen. Dagegen hat sich ebenfalls der örtliche Bezirksbeirat ausgesprochen, als er um Zustimmung zum Projektbeschluss für das Sportbad gebeten war.

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