Christoph Sonntag kommt im Auftrag des Scala ins Forum am Schlosspark. Foto: factum/Bach

Das Scala besticht im Herbst-Winter-Programm mit großen Namen, aber auch mit Newcomern. Außerdem fördert das Haus auch die eigenen Neulinge. Eine 18-jährige Mitarbeiterin organisiert ein kleines Festival.

Ludwigsburg - Im neuen Programm für Herbst und Winter 2016 beweist das Scala, dass es sich etwas zutraut. Das Veranstaltungshaus sei nach seiner Neueröffnung im Jahr 2015 inzwischen so etabliert, dass es nun Stars einladen könne, die etwas mehr kosteten, so der künstlerische Leiter Mini Schulz. Dazu gehört zum Beispiel die Soul-Sängerin Joy Denalane, die durch die Hip-Hop-Band Freundeskreis bekannt wurde. In das Scala kommt sie am 27. November.

Barclay James Harvest beamt zurück in die 80er

Als die Sängerin zusagte, sei die Freude groß gewesen. Nicht weniger hat das Scala-Team darüber gejubelt, dass am 30. Oktober die Band Barclay James Harvest mit Les Holroyd auf den Scala- Brettern stehen wird. Ihr Hit „Life is for Living“, der in den 80er Jahren die Charts stürmte, wird noch heute im Radio gespielt. Der größte Name unter den Komikern steht am 25. Oktober auf dem Programm: Martin Sonneborn – Ex-Titanic-Chef, Gründer von „Die Partei“ und EU-Politiker. Er tritt mit seiner Titanic Boygroup auf.

Filmmusik-Klassiker aus „From Dusk Till Dawn“ auf der Bühne

Neben den neuen großen Namen setzt das Scala auf alte bekannte wie den schwäbischen Comedian Christoph Sonntag, der am 15. September im Forum witzelt, oder die Band Tito & Terantula, die quasi schon zu den Dauerbrennern im Scala zählt. Bereits mehrmals sind die Latin-Rocker aus den USA nach Ludwigsburg gereist – diesmal kommen sie am 24. September. Unvergessen bleibt deren Hit „After Dark“ aus dem Quentin Tarantino-Klassiker „From Dusk Till Dawn“. „Das ist einfach die perfekte Band für unser Haus“, sagt Schulz. Der Sound komme so genial rüber, da habe sich die Investition in die neue Lautsprecheranlage gelohnt.

Das Scala gibt auch dem eigenen Nachwuchs eine Chance

Trotz der großen Namen auf dem Programm bleibe man im Rahmen des Budgets für die geplanten 60 Veranstaltungen. So kann es sich das Scala erlauben, auch zu experimentieren: „Wir sehen es als unsere Aufgabe, Newcomer zu fördern“, sagt der Geschäftsführer Edgar Lichtner – und offensichtlich nicht nur die Aufsteiger auf der Bühne, sondern auch die im eigenen Haus: Die 18-jährige Mitarbeiterin Hannah Bauer hat das Scream’n’Mosh Festival mit Heavy-Metal-Newcomer-Bands aus der Region im April ins Leben gerufen. Damals war sie im Freiwilligen Sozialen Jahr, jetzt wurde sie übernommen. Am 28. Oktober gibt es eine Fortsetzung.

Weiteren zahlreichen Nachwuchskünstlern gibt das Scala eine Chance. Zum Beispiel den Neulingen aus dem WDR-Comedy-Format Night Wash – und zwar am 17. September. Auch dabei werden viele Besucher erwartet. Bei Eigenveranstaltungen sollen es dieses Jahr insgesamt 17 000 Gäste werden. Insgesamt sollen 26 000 erreicht werden. Dies gelinge über Partnerveranstaltungen zum Beispiel der Musikshow SWR3 Live Lyrix.

Außerdem gibt das Scala-Team schon einen Ausblick für Januar: Die Autoren Max Goldt und Jan Weiler („Und ewig schäft das Pubetier“) werden im Januar lesen.

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