Am Tag nach dem Testspiel in Mainz tritt die DFB-Elf nochmals gegen die Finnen an – wobei drei Stuttgarter Profis unterschiedlich stark im Fokus stehen.
Der VfB Stuttgart ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft mit vier deutschen Nationalspielern vertreten – zum Einsatz im Testspiel gegen Finnland (4:0) am Sonntagabend kam aber nur Stürmer Deniz Undav, während die drei anderen den klaren Sieg über die gesamten 90 Minuten von außen verfolgten: Torhüter Alexander Nübel, Mittelfeldspieler Angelo Stiller und Flügelstürmer Jamie Leweling.
Das änderte sich am Folgetag, als die DFB-Elf in einem Trainingsspiel nochmals gegen die Finnen antrat. Bundestrainer Julian Nagelsmann setzte in der Partie über zweimal 25 Minuten auf dem DFB-Campus in Frankfurt die Spieler ein, die am Sonntagabend wenig oder gar nicht gespielt hatten. Am Ende stand ein 1:0-Sieg durch ein Eigentor zu Buche – und ein erneut überlegener Auftritt, an dem auch die Stuttgarter ihren Anteil hatten.
Pluspunkte in Nagelsmanns Notizblock konnte vor allem Leweling sammeln, der auf der linken Außenbahn einen dynamischen Auftritt mit viel Vorwärtsdrang an den Tag legte. In der 12. und 14. Minute kam der VfB-Profi zu guten Chancen, wenig später bereitete er eine Gelegenheit von Bayern-Profi Leon Goretzka mit einer Flanke per Außenrist vor.
Alexander Nübel macht zur Halbzeit Platz für Jonas Urbig
Stiller zeigte im zentralen Mittelfeld derweil an der Seite von Goretzka eine gewohnt ballsichere Vorstellung – wobei er nicht nur auf kurze Pässe setzte, sondern das Spiel auch mal verlagerte oder beschleunigte. Alexander Nübel war hingegen im Tor angesichts der deutschen Dominanz weitgehend beschäftigungslos und machte zur Pause Platz für Jonas Urbig (FC Bayern), der sich immerhin bei einem Schuss auszeichnen konnte. Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel wurden auch Stiller und Leweling ausgewechselt, für sie kamen Nadiem Amiri (FSV Mainz 05) und Maximilian Beier (Borussia Dortmund).
Die nicht öffentlich zugängliche Partie verfolgten 1000 Zuschauer – 200 DFB-Mitarbeiter und 800 Fans, die sich im Vorfeld um Tickets beworben hatten. Parallel dazu absolvierten die Startelf-Spieler des Vortags ein regeneratives Programm. An diesem Dienstag bricht das DFB-Team dann in Richtung USA auf.