Wartezeit in der Gaußstraße: Schon seit fünf Jahren wird der Verkehr hier über eine Baustellenampel geregelt. Diese soll nun länger bleiben, als ursprünglich geplant.
Anwohner sowie der Durchfahrverkehr in der Gaußstraße im Stuttgarter Westen müssen sich bereits seit mehr als fünf Jahren mit Wartezeiten arrangieren. Denn seit dem 21. September 2020 steht hier eine Ampel. Installiert wurde sie im Zuge einer privaten Baustelle, die auch heute noch besteht, wie die Stuttgarter Straßenverkehrsbehörde informiert.
„Die Ampel wurde für verschiedene Bauphasen mehrfach – also nicht durchgehend – genutzt“, so die Behörde. Grundlage für die Baustellenampel ist eine verkehrsrechtliche Anordnung (VAO), welche die Baufirma beantragt hat. Genehmigt wurde die aktuelle Verlängerung am 12. Dezember 2024 von der Stadt Stuttgart für die Verkehrsregelung in der Gaußstraße während der Bauarbeiten. Diese VAO ist Stand jetzt bis Ende 2025 befristet.
Verkehr wird weiter durch Ampel beeinträchtigt
„Die Straßenverkehrsbehörde geht Stand heute allerdings davon aus, dass sie verlängert wird“, sagt die Behörde auf Anfrage. Wie viel länger die Ampel den Verkehr in der Gaußstraße noch verlangsamen wird, dazu kann sie aktuell nichts sagen. Dazu brauche es einen Verlängerungsantrag, der noch nicht vorliegt.
Es sei auch denkbar, dass ab Januar 2026 keine Ampel mehr benötigt werden, um den Verkehr bei der Baustelle zu regeln. Das komme darauf an, wie groß die Fläche ist, welche die Baustelle auf der öffentlichen Straße einnehmen muss.
Verschiedene Firmen involviert
Die provisorische Ampel wird vom Bauunternehmen, welches das Haus in der Gaußstraße baut, vertrieben. Während der Abrissarbeiten sei eine andere Firma für die Anlage verantwortlich gewesen als während der aktuellen Bauarbeiten. Auch „wenn zeitweise keine Bauarbeiten stattfinden“ kümmere sich die Baufirma um die Ampel, sagt die Straßenverkehrsbehörde.
Die Firma ist zudem dafür verantwortlich, mögliche Störungen an der Ampel zu beheben. Als Antragsteller trage das Unternehmen auch die Kosten. „Als Teil der Verkehrssicherung sind sie in der Regel in den Baukosten enthalten.“
Behörde kann nichts zu Kosten sagen
Die Kosten bestimmen sich nach Einsatzdauer und Komplexität der Ampelsteuerung. Da es sich in der Gaußstraße um ein privates Bauvorhaben handelt, könne die Behörde nicht sagen, wie viel die Baustellenampel gekostet hat und welche Zusatzkosten durch die voraussichtliche Verlängerung des Einsatzes auf die Baufirma zukommen werden.