Bei einer privaten Feier in Waldenbuch kommt es zu Verstößen gegen die Corona-Auflagen. Als die Polizei die Personalien aufnehmen will, werden die Gäste aggressiv. Foto: Eibner-Pressefoto/Deutzmann / Eibner-Pressefoto

Die Polizei wird wegen Ruhestörung zu einer Wohnung in Waldenbuch gerufen. Die Feiernden sind offenbar stark alkoholisiert und verstoßen gegen die Corona-Auflagen. Anstatt sich für die Ordnungswidrigkeit zu verantworten, legen sich die Gäste mit der Polizei an – und fangen sich dabei jede Menge Ärger ein.

Waldenbuch - Für drei Personen endete eine Feier in einer Wohnung in Waldenbuch (Kreis Böblingen) am Samstag kurz nach Mitternacht in der Gewahrsamseinrichtung des Polizeireviers Böblingen.

Wie die Polizei berichtet, hatte ein Anwohner der Wohnung in der Straße „Im Heimbach“ die Polizei alarmiert und eine Ruhestörung gemeldet. Als die Beamten vor Ort eintrafen, vernahmen sie sie lautes Stimmengewirr aus einer Wohnung. Nachdem ihnen geöffnet worden war, zählten die Polizisten insgesamt sieben, vermutlich erheblich alkoholisierte Personen, von denen drei einen gemeinsamen Haushalt bildeten.

Aufgeheizte Stimmung

Die Beamten wiesen die Feierenden auf die derzeit geltenden Corona-Bestimmungen hin. Die vier übrigen Gäste versuchten daraufhin, die Wohnung zu verlassen. Allerdings wollten sie ihre Personalien nicht angeben. Als die Beamten sie am Gehen hinderten, wurden die beiden 27 Jahre alten Frauen und ihre 30 und 31 Jahre alten Begleiter aggressiv. Die Situation drohte zu eskalieren. „Aufgrund der aufgeheizten Stimmung wurden weitere Streifenwagenbesatzungen hinzugezogen“, heißt es im Polizeibericht.

Eine der beiden Frauen versuchte sich nun erneut davon zu machen. Ein Beamter hinderet sie daran und hielt sie fest. Der 31 Jahre alte Mann drängte sich zwischen sie und den Polizisten und stieß diesen gegen ein geparktes Fahrzeug. Der Mann wurde hierauf zu Boden gebracht und ihm wurden Handschließen angelegt.

Polizei setzt Pfefferspray ein

Die zweite Frau und der 30-Jährige wollten in der Folge die vorläufige Festnahme ihres Bekannten verhindern. Im Zuge dieses Angriffs sahen sich die Beamten gezwungen, Pfefferspray gegen die Personen einzusetzen. Als einer der Beamten der 27-Jährigen deshalb ein Taschentuch reichen wollte, beleidigte sie ihn und versuchte ihn anzuspucken. Daraufhin brachten die Beamten die Frau ebenfalls zu Boden und nahmen sie vorläufig fest.

Im Anschluss wurden die 27-Jährige und der 30 Jahre alte Mann vom Rettungsdienst behandelt. Diese beiden und der 31-Jährige verbrachten den Rest der Nacht hinter Gittern auf dem Polizeirevier Böblingen. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an. Die vier Hausgäste erwarten jetzt nicht nur Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Verordnung, sondern auch wegen Beleidigung, Körperverletzung und tätlichem Angriff.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: