Prinz Harry spricht mit der Presse über die Geburt seines Sohnes. Foto: dpa

Prinz Harry ist Vater geworden. Und gibt sich auch äußerlich ganz demütig und bescheiden. Der Daddy-Stilcheck.

Stuttgart - Leider können frisch gebackene Normalo-Väter nur selten vor die versammelte internationale Presse treten, um kreißsaalblass ihr Glück in die Welt zu posaunen, allen zu erklären, dass Mutter und Kind wohlauf sind und eine Geburt das Wunderbarste überhaupt sei.

Bloß keine Gardeuniform

Prinz Harry aber ist kein normaler Vater, ganz im Gegenteil. Selbst wenn ihm und seiner Frau Meghan das Allernormalste auf der Welt widerfährt, nämlich die Geburt eines Kindes, so wollen Milliarden an dieser frohen Botschaft teilhaben. Und deswegen darf man wohl auch ketzerisch fragen, ob ein dermaßen angehimmelter Royal, der die Nachricht von der Geburt seines Sohnes einer Journalistenschar kundtut, selbiges in einem Troyer tun sollte, in einem einfachen Schlupfpullover mit Roll- oder Stehkragen und kurzem Reißverschluss? Die Antwort lautet: Ja, unbedingt! Bloß keine Gardeuniform, auch keine Trainingsjacke.

Lässig, nicht nachlässig

Die Stilberater im Hause Windsor wissen, worauf es ankommt in diesen schwierigen Zeiten: auf Bescheidenheit und Demut. Harrys älterer Bruder, Kronprinz William, erschien nach der Geburt seines letzten Kindes noch wesentlich formeller mit Sakko und aufgeknöpftem Hemd vor die Presse; Harry aber gibt den Mann aus dem Volke. Everybody‘s Darling. Troyer wurden ursprünglich als wärmende Arbeitskleidung aus grober Strickware gefertigt, man nennt sie hierzulande auch Seemannspullover oder Isländer. Inzwischen gehören sie zur Standardausstattung jeder Herrengarderobe. Prinz Harry trägt seinen fein gewobenen Seemannspullover über einem weißen Hemd. Kein Markenemblem, natürlich. Das sieht lässig aus, nicht nachlässig. Und so volksnah.

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