Die Anwälte von Prinz Ernst August von Hannover (Foto) beklagen die „ massive mediale Vorverurteilung“ ihres Mandanten. Foto: dpa/Tobias Hase

Welfenprinz Ernst August von Hannover muss sich in Österreich vor Gericht verantworten: Es geht um mutmaßliche Nötigung, schwere Körperverletzung und Widerstand gegen die Staatsgewalt.

Wels - Welfenprinz Ernst August von Hannover muss sich am heutigen Dienstag vor dem Landesgericht Wels in Österreich verantworten. Ihm wird laut Gericht „das Begehen einer mit Strafe bedrohten Handlung im Zustand voller Berauschung“ vorgeworfen.

Der Verdacht lautet unter anderem auf Widerstand gegen die Staatsgewalt, schwere Körperverletzung und Nötigung. Der Strafrahmen beträgt dem Gericht zufolge bis zu drei Jahre Haft. Bis zu einem Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

Es geht um drei Vorfälle

Der heute 67-jährige Ernst August, der ein Anwesen in Österreich besitzt, soll 2020 bei drei Vorfällen eine Polizeibeamtin bedroht, einen Beamten leicht verletzt und ein Ehepaar unter Drohungen zum Verlassen eines Gebäudes aufgefordert haben.

Vorverurteilung

Seine Anwaltskanzlei kritisierte, dass ihr Mandant sich einer „massiven medialen Vorverurteilung ausgesetzt“ sehe, wie es in einer schriftlichen Stellungnahme auf Anfrage der österreichischen Nachrichtenagentur APA hieß.

Zum Prozess sind zehn Zeugen geladen. Außerdem soll ein psychiatrischer Sachverständiger gehört werden.

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