Ein Päuschen in Havanna: Prinz Charles und Ehefrau Camilla. Foto: Getty Images South America

Prinz Charles besucht Kuba und trägt zum hellen Anzug . . . nein, keine Flipflops, aber fast so schlimm.

Stuttgart - Das Vereinigte Königreich ist zweifelsohne in einem besorgniserregenden Zustand. Die Briten wissen nicht, wohin mit sich, ihren Traditionen und den lustigen Marotten, um die wir Kontinentaleuropäer sie doch stets beneidet haben. In der Wiege der parlamentarischen Demokratie wird seit geraumer Zeit nicht mehr debattiert, sondern gepöbelt. Gut möglich, dass dieses peinliche Brexit-Gedöns am Teein-Mangel liegen mag, schließlich ist der Konsum von Schwarzem Tee auf der Insel seit Jahren rückläufig. Zudem hören die jungen Menschen Rap statt Britpop. Punk und Maggie Thatcher sind auch schon lange tot. Und dann haben die angeblich so stilvollen Briten auch noch einen Kronprinzen, der zum hellen Sommeranzug aschgraue Strümpfe trägt.

Lieber ein dunkles Rot als modisch tot

Prinz Charles (70) ist in diesen Tagen mit Ehefrau Camilla zu Besuch in Kuba, ganz offiziell. Vielleicht dachte sich der Royal, dass man es im Sozialismus nicht so mit der Mode habe. Doch gerade als Engländer sollte man in diesen eskapistischen Zeiten Haltung bewahren. Einen geschmackvollen Briten im Anzug erkannte man bis vor kurzem am Knöchel. Mehr Farbe als üblich schadet zwar nicht, auch darf es ruhig bunt sein oder die Krawatte zitieren. Und der Farbton der Strümpfe muss weder dem der Schuhe noch dem des Anzugs entsprechen. Am besten, er liegt dazwischen. Und wer sicher geht, geht als Mann auf dunkelroten Strümpfen durchs anstrengende Leben, das passt zu allem und jedem Anlass, sogar auf Kuba oder zum Brexit.

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