Alle lieben Waldmeister? Oder doch Orange? Was ist mit Zitrone? Für manche ist Himbeer der absolute Favorit. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Aber nicht darüber, dass Ahoj Brause zur Kindheit von Generationen gehört hat und viele es auch im Erwachsenenalter noch prickeln lassen. Jetzt entstehen Lofts, wo einst bei der Friedel GmbH in Bad Cannstatt süße Versuchungen wie Schokolade und Brause in Serie gingen. Ein Blick zurück in Bildern. Foto: AP

Wo einst Prickelbrause eingetütet wurde, ziehen Künstler um und das urbane Wohnen ein.

Stuttgart - Die verblasste Aufschrift "Friedel Schokolade-Spezialitäten" kündet noch von längst vergangenen Zeiten. Wo einst Zartschmelzendes und Prickelndes produziert wurde, soll nun schöner gewohnt werden. Ahoj Brause, bei Friedel in Cannstatt erfunden, wird nunmehr seit über 30 Jahren im Remstal in poppig-bunte Tütchen verpackt. Damals sind Künstler eingezogen in die leer stehenden Räume mit großen Fenstern, die viel Licht reinlassen, für kreative Gedanken. Zeitweise machten 25 Künstler das "Friedel" in Bad Cannstatt zu einer Anlaufstelle für alle Kunstinteressierten.

Anstrich in Farben der Brausepülverchen

Nun wird für das Areal in der Kegelen-/Ecke Mercedesstraße ein neues Kapitel aufgeschlagen: Der ökologisch orientierte Bauträger Archy Nova aus Bietigheim-Bissingen will aus dem Friedel ein Vorzeigeprojekt für urbanes Wohnen machen - verbunden mit Arbeits- und Atelierbereichen. Die Friedel-Lofts im einstigen Firmengebäude sollen bis Oktober 2011 fertig gestellt sein. Ein Neubau wird im März 2012 folgen. Dieser wird einen Anstrich in den Farben der Brausepülverchen bekommen. Eine kleine Hommage an die vergangenen, aber nicht vergessenen Zeiten, auf die wir in unserer Bildergalerie zurückblicken.

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