Die Schlüsselszene: Der Mainzer Torwart Zentner pariert Aogos Elfmeter. Foto: Baumann

Der VfB Stuttgart hat sich mit einer Niederlage aus dem Fußball-Jahr 2017 verabschiedet und ist im Pokal-Achtelfnale mit 1:3 in Mainz ausgeschieden. Nicht zuletzt, weil Dennis Aogo einen Elfmeter zum möglichen 2:0 verschoss.

Mainz/Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat zum Abschluss des Jahres auch im Pokal in Mainz eine Pleite kassiert und ist im Achtelfinale ausgeschieden. Die Reaktionen in den Medien fielen einhellig aus: Der verschossene Elfmeter Aogos zum möglichen 2:0 des VfB war der Knackpunkt im Spiel:

Allgemeine Zeitung (Mainz) Ein Elfmeterheld dank seines Torwarttrainers, ein glücklicher Debütant, vor allem aber ein gelungener Abschluss des Fußball-Kalenderjahres – der 3:1-(0:1)-Sieg des FSV Mainz 05 im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den VfB Stuttgart bot jede Menge Gesprächsstoff. Emil Berggreen (62.), Abdou Diallo (71.) und Suat Serdar (90.+3) trafen für die Mainzer. Das Stuttgarter Tor erzielte Christian Gentner (41.). Dennis Aogo scheiterte für die Schwaben mit einem Handelfmeter an Robin Zentner (54.). Hier sind die Stimmen zum Spiel: „Ein Elfmeter ist oft eine Schlüsselszene und heute war dies zu unseren Gunsten. Wir schauen uns immer vor dem Spiel an, wohin die Gegner schießen. Aber unser Torwarttrainer Kuhni hat mir gesagt, dass ich vor einem Elfmeter immer zu ihm rausgucken, weil er oft eine Intuition hat. Und es hat geklappt“, sagte der Mainzer Torwart Robin Zentner. Und sein Teamkollege Alexander Hack meinte kurz und knapp: „Der gehaltene Elfmeter hat uns auch ein gutes Gefühl gegeben – und dann haben wir das Ding noch gewuppt.“

Lesen Sie hier die Einzelkritik zu den VfB-Spielern.

Kicker Es war die Schlüsselszene der Pokalpartie zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und dem VfB Stuttgart. In der 53. Minute – beim Stand von 0:1 – pfeift Schiedsrichter Tobias Stieler und deutet auf den Punkt: Handelfmeter. Doch ab diesem Zeitpunkt lief alles gegen den VfB. Die Schwaben haben die große Chance zur Vorentscheidung. Mainz-Keeper Robin Zentner aber hält den Schuss von Dennis Aogo und damit seine Nullfünfer im Spiel. Durch die starke Parade des Torhüters ging ein Ruck durch die Mannschaft - und das Stadion. Die Stimmung auf den Rängen „explodierte“, und das Team von Trainer Sandro Schwarz schöpfte neuen Mut. Es war der Knackpunkt dieses Spiels.

Mainz-Trainer wechselt den Sieg ein

SWR Für den VfB Stuttgart ist im DFB-Pokal Schluss: Die Schwaben haben am Abend im Achtelfinale gegen Mainz 05 mit 1:3 verloren. Das ist die fünfte Pflichtspielniederlage in Folge für den VfB. Beide Mannschaften gingen personell geschwächt in das letzte Spiel 2017. Während Mainz gleich auf vier Innenverteidiger verzichten musste, hatte auch VfB-Trainer Wolf Schwierigkeiten, ein schlagkräftiges Team aufzubieten. Holger Badstuber fiel kurzfristig aus, Simon Terodde fehlte wegen einer Rippenprellung.

Bild Stuttgart hat gegen Mainz das Viertelfinale schon auf dem Fuß, kriegt in der 54. Minute einen umstrittenen Handelfmeter. Dennis Aogo tritt an, schießt aber ganz schwach halbhoch und unplatziert ins linke Eck. Nach sehenswertem Führungstreffer von Gentner wäre es das 2:0 für Stuttgart gewesen. Stattdessen dreht Mainz die Partie. Auch weil Trainer Sandro Schwarz mit Berggreen in der 57. Minute den Sieg einwechselt.

62. Minute: Ecke für Mainz durch Brosinski. Berggreen rutscht der Ball über den Scheitel, Muto schlägt eine Luftloch, aber der Ball holpert trotzdem ins Tor. Weil auch Baumgartl ins Leere schlägt. Doppel-Luftloch-Tor zum 1:1.

71. Minute: Berggreen pflückt einen Freistoß im Strafraum mit der Brust runter. Diallo schaltet am schnellsten und donnert den Ball zum 2:1 ins Tor.

Bitter für Stuttgart: Nach vier Liga-Pleiten in Folge sind die Schwaben auch im Pokal raus.

Eurosport Stuttgart hätte durch den Elfmeter von Aogo alles klar machen können, doch letztlich geht der Sieg für Mainz in Ordnung, da sie über die gesamte Spielzeit das aktivere Team waren.

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