Leverkusens Chicharito kann es nicht fassen: das Aus in der Königsklasse steht unmittelbar bevor. Foto: AFP

Bayer Leverkusen steht vor dem erwarteten Aus in der Champions League. Die Mannschaft verlor das Achtelfinal-Hinspiel gegen Atlético Madrid mit 2:4 (0:2) und wurde vom Vorjahresfinalisten in der ersten Halbzeit teilweise vorgeführt. Die Pressestimme.

Stuttgart - Die Waffen strecken wollte niemand bei Bayer Leverkusen. Doch in den Kommentaren der Spieler schwang nicht wirklich die Überzeugung mit, nach einer Lehrstunde in der Champions League noch ein kleines Fußball-Wunder vollbringen zu können. Zu groß war die Ernüchterung nach dem 2:4 im Achtelfinal-Hinspiel gegen den abgezockten Vorjahresfinalisten Atletico Madrid, der schon vor zwei Jahren für Bayer Endstation war.

Berliner Tagesspiegel „Ein wenig haben sie in Leverkusen geträumt am Dienstagabend. Vielleicht mal wieder die Runde der letzten Acht in der Champions League zu erreichen, wie in der Saison 2001/02, wo sie es bis ins Finale schafften. Mit dem Hochgefühl der beiden Bundesliga-Siege gegen Frankfurt (3:0) und in Augsburg (3:1) gingen die Gastgeber motiviert und engagiert in die Partie, wurden aber vom Finalisten von 2014 und 2016 eiskalt bestraft. Vor allem das frühe Gegentor verunsicherte die Leverkusener. Die Defensive wirkte anfällig und fehlerhaft.“

Süddeutsche Zeitung „Für Bayer Leverkusen ist nach einer enttäuschenden Defensivleistung das Viertelfinale der Champions League in weite Ferne gerückt. Vor 29.300 Zuschauern durchkreuzten Saul Niguez (12.) und Atletico-Torjäger Antoine Griezmann (25.) jeweils mit Kontertoren bereits vor der Pause die Pläne der Leverkusener, die letztmals vor 15 Jahren in der Königsklasse die Runde der besten Acht erreicht hatten und anschließend 2002 sogar ins Finale eingezogen waren.“

Bild-Zeitung „Leverkusen rasselt (fast) raus. Der Club hatte vor Anpfiff tausende Rasseln auf den Tribünen verteilt, um Champions-League-reife Stimmung zu erzeugen. Das brachte allerdings gar nichts. Leverkusen lässt sich im eigenen Stadion ein ums andere Mal auskontern, ist schlicht und ergreifend nicht reif für die Königsklasse. Vor allem nicht Ösi-Nationalspieler Aleksandar Dragovic, für den Leverkusen im Sommer 18 Mio Euro an Kiew zahlte.“

Marca (Spanien) „Nach diesem großen Sieg in Leverkusen steht Atlético so gut wie im Viertelfinale. Als sich beide Mannschaften vor zwei Jahren trafen, zwang die Elf von Trainer Roger Schmidt die Weißroten im Achtelfinale bis ins Elfmeterschießen. Doch diesmal muss Bayer mindestens dreimal im Estadio Vincente Calderon treffen. Das ist eine äußerst schweirige Aufgabe.“

Guardian (London) „In einem verrückten Spiel übernimmt Atlético in Leverkusen die Kontrolle und hat nach dem 4:2-Auswärtssieg das Viertelfinale der Champions League fest im Griff. Zwei tödliche Konter in den ersten 25 Minuten brachten den Spaniern die Kontrolle über das Spiel. Nun sind sie drauf und dran, zum neunten Mal in ihrer Clubgeschichte ins Viertelfinale einzuziehen.“

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