Silas Wamangituka trifft in der Nachspielzeit per Elfmeter zum 2:2. Die Szene, die zuvor zum Strafstoß geführt hatte, bestimmt die Berichterstattung in der nationalen Presse. Foto: dpa/Marijan Murat

Es war nicht anders zu erwarten: Das mediale Echo auf die Partie des VfB Stuttgart gegen Borussia Mönchengladbach konzentriert sich vor allem auf den umstrittenen Foulelfmeter in der Nachspielzeit, der dem VfB einen Punkt brachte. Eine Übersicht.

Stuttgart - Am 16. Spieltag in der Fußball-Bundesliga hat der VfB Stuttgart einen Punkt gegen Borussia Mönchengladbach geholt. In der letzten Minute der Nachspielzeit erzielten die Schwaben per Foulelfmeter durch Silas Wamangituka den Ausgleich. Diese Szene führte nicht nur nach dem Spiel für Diskussionen, sie bestimmte auch die Berichterstattung in der nationalen Presse.

Was war passiert? – VfB-Angreifer Sasa Kalajdzic lies sich nach einem langen Ball mit dem Rücken weg vom Tor fallen – umklammert von Ramy Bensebaini, und noch leicht am Fuß touchiert vom eigenen Mitspieler Waldemar Anton. Der Unparteiische Felix Brych ließ zunächst weiterspielen, schaute sich auf Intervention von Videoschiedsrichterin Bibiana Steinhaus die Szene dann aber doch noch einmal an – und entschied auf Strafstoß.

„Gladbach wütet nach strittigem Elfer“, schreiben die Kollegen von „Sport1.de“. Es sei ein „später Schock und riesiger VAR-Ärger für Borussia Mönchengladbach“, heißt es weiter. Die Reden ist von einem „umstrittenen Foulelfmeter“.

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„Riesen-Wut nach Klammer-Elfer“, titelt „Bild.de“ und schreibt, dass „der sonst so ruhige Jonas Hofmann (28) zum Wüterich“ wurde. „Bild.de“ bezieht sich damit auf die folgende Aussage des Gladbachers: „In der heutigen Zeit ist es so, dass die Spieler kaum ihre Meinung sagen dürfen. Wenn ich sie jetzt kundtun würde, würde ich wohl für den Rest der Saison gesperrt werden. Das ist eine absolute Frechheit, ganz klar. Ich weiß nicht, was man da denkt. Breel Embolo wird 50-mal so gefoult, aber wir bekommen keinen einzigen Pfiff und in der 94. Minute pfeift dieser Schiedsrichter ein Foul, oder er kriegt einen Hinweis, dass es eine klare Fehlentscheidung war. Es ist Wahnsinn, sowas habe ich noch nie erlebt. Ich weiß nicht, wofür wir einen Videoschiedsrichter haben. Das Spiel wurde heute durch zwei, drei Personen entschieden, das wissen sie hoffentlich selber.“

Spox.de“ schreibt: „Wamangituka verwandelt in letzter Sekunde Aufreger-Elfmeter“ und fasst zusammen: „Eine lange eher aufregerfreie Partie ist - sehr zum Ärger der Gladbacher - mit einem Tor in letzter Sekunde zu Ende gegangen.“

Beim „Kicker“ bleibt man neutraler. „Wamangituka trifft in der sechsten Minute der Nachspielzeit“, so der Titel. Zum umstrittenen Elfmeter heißt es nur: Der VfB Stuttgart „durfte sich Sekunden vor Schluss ebenfalls noch über einen zugesprochenen Elfmeter freuen: Bensebaini umklammerte seinen Gegenspieler Kalajdzic, der allerdings zuvor über Antons Füße gestolpert war und sich auch in Bensebaini lehnte.“

„Last-Minute-Ausgleich: VfB Stuttgart holt Punkt gegen Borussia Mönchengladbach“, heißt es bei Bundesliga.de. Auch ist hier die Rede von „einem verdienten Punkt“ für den VfB Stuttgart gegen Borussia Mönchengladbach.

Übrigens: Wir haben alle VfB-Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.

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