Jubelnde Stuttgarter, geschlagene Hamburger. Der VfB hat sich im DFB-Pokal revanchiert. Foto: Baumann

So schnell kann es gehen. Nur vier Tage nach der Jubelarie nach dem 6:2-Sieg geht die Hamburger Presse nach dem Pokal-Aus gegen den VfB Stuttgart mit der HSV-Mannschaft hart ins Gericht.

Hamburg - Dass der 2:1 Sieg des VfB in Hamburg nach Verlängerung verdient war, daran gab es in den Medien keine zwei Meinungen. Bei der Revanche im DFB-Pokal wird dem VfB Stuttgart allenthalben eine deutliche Leistungssteigerung attestiert. Während die Gastgeber nicht ansatzweise an ihre starke Leistung vom Wochenende anknüpfen konnten, als sie den Zweitligakonkurrenten mit 6:2 aus dem Volksparkstadion schossen. Entsprechend hart geht vor allem die Hamburger Presse mit der Mannschaft von Dieter Hecking ins Gericht.

„Einen Hauch von Lasogga“ hat das „Hamburger Abendblatt“ am Dienstagabend verspürt und zielt mit ihrer Überschrift auf die Leistung von Angreifer Lukas Hinterseer. Dieser habe, vorsichtig formuliert, an die nicht so guten Zeiten des früheren HSV-Stürmers erinnert, der sinnbildlich für die zurückliegenden erfolglosen Jahre an der Elbe steht. „Die Mannschaft fand in der zweiten Halbzeit kein Rezept gegen mental runderneuerte Stuttgarter“, schreibt das Blatt weiter. Insgesamt attestiert sie den Gastgebern eine „schwache Leistung“.

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„Von Rausch zu Raus in vier Tagen“, titelt die „Bild“ und formuliert mit Blick auf die Hamburger Leistung gewohnt unverblümt: „Boah, war das schlecht“. Im Vergleich zum 6:2 in der Liga kommen die Reporter zu dem Schluss: „Zwei Spiele, zwei Fußball-Welten“.

Völlig elektrisiert hat das Pokalspiel die Kollegen von der „Hamburger Morgenpost“: Nach einem „packenden Thriller“ zogen die Schwaben „nicht unverdient“ ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein, heißt es da. Die Zuschauer erlebten „nicht so ein Spektakel wie am Sonnabend, aber einen stets unterhaltsamen und spannenden Pokal-Krimi“.

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Der „Kicker“ gratuliert VfB-Coach Tim Walter zu einem „goldenen Händchen“ und bezieht sich damit auf die Einwechslung des Siegtorschützen Hamadi Al Ghaddioui, der nur 209 Sekunden nach seiner Einwechslung in der Verlängerung traf. Einhellige Meinung beim Fachmagazin: Der VfB hat verdient gewonnen.

„Der VfB atmet nach dem Pokalkrimi auf“, betitelt die „Schwäbische Zeitung“ ihren Spielbericht und zielt darauf ab, dass die Stuttgarter nach zuletzt drei Niederlagen in Folge ihren freien Fall stoppen konnten.

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