Raus mit Applaus: Die Spieler von Eintracht Frankfurt verabschieden sich nach grandiosen Auftritten aus der Europa League und bedanken sich bei ihren Fans. Foto: dpa

Mehr als tapfer gekämpft und am Ende doch verloren: Nach dem 3:4 im Elfmeterschießen beim FC Chelsea geht das Europa-League-Finale in Baku ohne Eintracht Frankfurt über die Bühne. Dennoch gibt es riesiges Lob für das Team von Adi Hüter. Wir haben die Pressestimmen zusammengestellt.

London - Aus der Traum für Eintracht Frankfurt vom Europa-League-Finale in Baku. Doch auch die internationalen Medien zollen dem Auftritt des Fußball-Bundesligisten höchsten Respekt. Eine Übersicht:

„FAZ“: „Der große Eintracht-Traum endet an der Stamford Bridge. Was die Dramen von Liverpool und Amsterdam nicht bieten konnten, liefert Frankfurt: Verlängerung und Elfmeterschießen. Aber am Ende darf Chelsea nach Baku, wo Arsenal zum Londoner Derby in fünf Flugstunden Entfernung wartet.“

„Süddeutsche Zeitung“: „Die Eintracht liefert ein letztes großes Drama. Das europäische Abenteuer der Eintracht ist am Donnerstag an der Londoner Stamford Bridge auf tragische Weise zu Ende gegangen.“

„Frankfurter Rundschau“: „Finaltraum platzt. Die Frankfurter Eintracht zeigt beim FC Chelsea ein überragendes Spiel, verliert aber den Nervenkrieg im Elfmeterschießen.“

„Sport 1“: „Aus der Traum! Eintracht verpasst Finale nach Elfer-Krimi.“

„Kicker“: „Frankfurt scheitert denkbar knapp – Kepa wird zum Blues-Helden.“

„Danke für diese geile Euro-Reise.“

„Bild“: „Drama-Aus für die Frankfurt-Helden ...aber danke für diese geile Euro-Reise.“

„Focus“: „Final-Traum geplatzt! Eintracht Frankfurt liefert dem FC Chelsea über 120 Minuten ein packendes Duell auf Augenhöhe. Dann verlieren die Eintracht-Giganten den Elfer-Krimi.“

„Spiegel online“: So kurz vor der Ewigkeit. Eintracht Frankfurts phänomenale Reise durch die Europa League endet auf die dramatischste Art und Weise beim FC Chelsea im Halbfinale: Im Elfmeterschießen scheitert ausgerechnet einer der besten Spieler auf dem Platz.“

„The Guardian“ (England): „Der Ausgang der Partie passte nicht so recht zu dem Abend des Eden Hazard. Es war ein chaotisches Spiel, dem es so sehr an dem Drama von Liverpools unfassbarem Sieg über Barcelona oder Tottenhams verrücktem Gegenangriff in Amsterdam fehlte. Es gab zu viel Zetern und Zaudern und zu wenig Qualität, ehe das Elfmeterschießen etwas Spannung in die Handlung brachte.“

„The Daily Mail“: „Voll Englisch! Alle vier europäischen Finalisten kommen aus der Premier League. England ist das erste Land, das im selben Jahr alle vier Endspielteilnehmer des Uefa-Flaggschiff- Clubwettbewerbs stellt. London ist zudem die erste Stadt, die drei Teams im selben Jahr im Finale hat.“

„The Sun“: „Am Donnerstagabend ist Geschichte geschrieben worden. Erstmals haben es vier Premier-League-Clubs in die zwei großen Endspiele in Europa geschafft. Englische Teams haben die Saison 2018/2019 auf dem Kontinent dominiert.“

„The Daily Mirror“: „Arsenal und Chelsea haben das Full House der Dominanz der Premier League in Europa komplett gemacht.“

„Zähes Frankfurt“

„The Telegraph“: „Eden Hazard lieferte für Chelsea gegen ein zähes Frankfurt. Er würde, ganz Stamford Bridge wusste das, niemals verschießen. Hazard wird womöglich nie wieder in einer Partie im Heim-Trikot an der Stamford Bridge einen Ball treten. Wenn man sich auf einen Mann verlassen konnte, um ein Halbfinale im Elfmeterschießen zu entscheiden, dann aber auf diesen Elfmeter-Killer par excellence. Es war 22.48 Uhr und die Nerven dieses wunderbaren Eintracht-Frankfurt-Teams waren schließlich dahin.“

„The Independent“: „Nach all dem Negativen in dieser Saison sorgte Hazard, der möglicherweise vor seinem Abgang steht, für wilde Szenen der Erleichterung. Diese turbulente Saison könnte doch noch ruhmvoll enden.“

„El País“ (Spanien): „In mehr als 60 Jahren europäischer Fußballwettbewerbe ist es noch nie passiert, dass ein Land beide Endspiele besetzt. Bis jetzt. Zum Finale in der Champions League zwischen Liverpool und Tottenham kommt das Endspiel in der Europa League zwischen Arsenal und Chelsea hinzu. Im Jahr des Brexits spielen vier englische Teams um die kontinentalen Titel. So etwas hat man noch nie gesehen.“

„El Mundo“: „Die tapfere Eintracht Frankfurt hätte die neue Ära der britischen Dominanz fast verhindert. Aber es war nicht ihr Tag, sondern der Tag von Torhüter Kepa.“

„As“: „Nach den Jahren unserer (der spanischen) Dominanz beansprucht die Premier League nun mit diesem großartigen Poker ihren Platz.“

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„Marca“: „Im letzten Jahrzehnt hatte sich die Premier League daran gewöhnt, in der Champions League Enttäuschungen zu sammeln. Es gab einen Brexit nach dem anderen, ausgenommen Chelseas Trophäe 2012 und Liverpools Endspielteilnahme im vergangenen Jahr. Der „football“ hatte sich von der Elite Europas entfernt, verschlungen von der Dominanz der „La Liga“. Nun hat die Premier League rebelliert.“

„El Mundo Deportivo“: „Englische Hegemonie in Europa. Erstmals kommen mit Liverpool, Tottenham, Chelsea und Arsenal alle Finalisten aus derselben Liga. Dagegen steht erstmals seit 2013 kein spanisches Team in einem Endspiel.“

„La Repubblica“ (Italien): „Wie in der Champions League gibt es auch in der Europa League ein rein englisches Finale. Im Elfmeterschießen haben Sarris Männer den Widerstand der Eintracht gebrochen. Es ist das erste Mal, dass sich vier Teams aus demselben Land für das Endspiel der beiden Europapokale qualifiziert haben.“

„Corriere dello Sport“: „Chelsea hat die Träume der Eintracht zunichte gemacht und Sarri das erste europäische Finale seiner Karriere geschenkt. Der Club rundet damit das dominierende Bild der Premier League in Europa ab.“

„Blick“ (Schweiz): „Chelsea bezwingt Frankfurt im Penalty-Krimi. Nach der Königsklasse kommt es auch in der Europa League zu einem rein englischen Final. Während Chelsea die Eintracht bezwingt, gewinnt Arsenal auswärts gegen Valencia.“

„Tagesanzeiger“: „Tea Time auch im Final der Europa League. Arsenal und Chelsea gewinnen ihre Halbfinal-Rückspiele. Damit kommt es am 29. Mai zu einem Londoner Derby. Chelsea besiegte mit höchster Mühe Eintracht Frankfurt. Die Entscheidung in London fiel nach einem 1:1 nach Verlängerung erst im Penaltyschießen, in dem Frankfurt sogar noch in Führung ging. England hat noch nie alle vier Finalisten gestellt, und auch keiner anderen großen Fußballnation ist dies jemals gelungen.“

„Kronen Zeitung“ (Österreich): „Es war ein Krimi sondergleichen, ein hochklassiges Duell zweier ebenbürtiger Teams, von denen sich keines das Aus verdient gehabt hätte – und doch steht nun der FC Chelsea im Europa-League-Finale, und nicht Adi Hütters Eintracht Frankfurt! Die Reise von Frankfurt durch Europa endete also dramatisch. Dabei hatten die Hessen Chelsea vorher alles abverlangt. Das Team von Trainer Maurizio Sarri war zunächst aber die bessere Elf.“

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