Das Warenhaus Dickeschanz steht im Mittelpunkt der nächsten Filderbühne-Produktion „Kaufhaus in Trouble“. Foto: Filderbühne

Die Filderbühne präsentiert ihre neue Produktion „Kaufhaus in Trouble“ erstmals am Samstag, dem 7. Februar, in ihrer Spielstätte im Musikpavillon Weilerhau in Plattenhardt.

Im Kaufhaus Dickeschanz kann man alles mögliche kaufen. Aber weil die Warengruppen nicht sonderlich klar voneinander getrennt sind, will dort kaum noch jemand einkaufen. Die Folge: Das Kaufhaus steht vor der Insolvenz. Deshalb gibt es einen Unternehmensberater, der als Rettungsmaßnahme Stellenabbau vorschlägt. Und es gibt die Verkäuferinnen Gina und Suse, die mit allerlei Tricks und Improvisationen versuchen, ihre Arbeitsplätze zu retten.

 

So weit, so schlecht. In dem Stück „Kaufhaus in Trouble“, das die Filderbühne gerade einstudiert, wird dies von der humoristischen Seite gesehen. Denn da kommen noch Klimaaktivisten ins Spiel, die sich im Kaufhaus festkleben, und da taucht noch plötzlich der Kaufhauserbe auf. Alle versuchen auf ihre Weise dafür sorgen, dass alles für die Guten in diesem Verwirrspiel ein gutes Ende nimmt.

In diesem Warenhaus wird die Kundenbindung mit allerlei Tricks wahrgenommen. Foto: Filderbühne

Komödien sind die Spezialität der Filderbühne, die mit „Kaufhaus in Trouble“ wieder in ihre Spielstätte im Musikpavillon Weilerhau in Plattenhardt einladen. Die Premiere ist dort am Samstag, dem 7. Februar, um 20 Uhr. Bis einschließlich April sind zunächst mal zwölf Aufführungen vorgesehen.

Komödie im Kaufhaus

„Unsere Produktion vom vergangenen Jahr ,Willkommen in Filderstadt’ war ein grandioser Publikumserfolg“, so Rosemarie Reinhard, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Bühne: „Schon von der zweiten Aufführung an war alles ausverkauft, das hatten wir noch nie“. Da wird es sicherlich eine Rolle gespielt haben, dass der Bezug zu Filderstadt sehr konkret war, wie im Titel versprochen. Und dass im vergangenen Jahr der Fokus allgemein ziemlich auf die Stadt gelenkt war, schließlich gab es da sehr viele Veranstaltung zur Gründung von Filderstadt vor 50 Jahren.

Diesen besonderen Rahmen gibt es nun nicht, aber dennoch hofft die Bühne auf einen vergleichbaren Publikumszuspruch in diesem Jahr. „Die Aktivisten der Filderbühne engagieren sich jedenfalls mit viel Herzblut dafür“, so Reinhard: „Viele von uns drängt es förmlich auf der Bühne. Und wer kann, der darf auch.“ So erleben die Zuschauer fast ein Dutzend Akteure im Verlauf dieses Abends auf der Bühne. Reinhard: „Da sind die verschiedensten Altersklassen vertreten. Der Jüngste ist jetzt Anfang 20. Er hat bisher in unserer Kinderproduktion mitgespielt und stellt sich jetzt erstmals in diesem größeren Rahmen vor. Und wir haben erstmals eine Ukrainerin dabei, die uns im vergangenen Jahr sehr geholfen hat und die sich sehr fürs Schauspiel interessiert“. Und was den Dialekt betrifft: „Da darf jeder so, wie er kann. Da wird niemand zu etwas gezwungen“, so Reinhard.

Und das Stammpublikum wird mit Neuem gelockt: „Auf der Bühne ist dieses Mal ein Warenhaus zu sehen. Das war eine Herausforderung für unsere Bühnenbildner. Denn Komödien spielen häufig in privaten Situationen, also meist in einem Wohnzimmer“, sagt Reinhard.

Junge Autorin mit der Spezialität Komödie

Ausgewählt hat dieses Stück wie auch die in den vergangenen Jahren Rosemarie Reinhard: „Winnie Abel ist eine junge Autorin, die sich auf das Schreiben von Komödien spezialisiert hat. Am Anfang der Auswahl steht für mich erst mal die Frage, für wie viele Schauspieler das jeweilige Stück überhaupt konzipiert ist.“ In der Stückauswahl muss und kann man sich auf den Geschmack von Reinhard verlassen: „Ich mache hier seit bald 40 Jahren mit und habe die meisten Stücke ausgewählt“. Mindestens 20 Stücke etwa liest sie das Jahr über in Kurzfassungen, bis die Entscheidung dann heranreift.