Der Kader der „Spurs“, hier nach einem Vorbereitungsspiel in den USA, bleibt unverändert. Foto: AFP

Vor dem Ligastart am Wochenende haben die englischen Vereine in der Premier League knapp 1,5 Milliarden Euro in Neuzugänge investiert. Tottenham Hotspur dagegen verzeichnete in diesem Jahr keinen einzigen Zu- oder Abgang.

London - Die Transferfrist in der englischen Premier League ist am Donnerstag ohne große Überraschungen zu Ende gegangen. Bis 18.00 Uhr (MESZ) wurden bei den Topclubs nur wenige Neuzugänge vermeldet. Im Laufe des Abends konnten aber noch weitere Wechsel bestätigt werden. Die Vereine hatten im September vergangenen Jahres entschieden, dass das Transferfenster erstmals vor dem Beginn der Saison schließt – nicht wie bisher drei Wochen nach dem ersten Spieltag.

Tottenham schreibt Geschichte

Fußball-Historie schrieb Tottenham Hotspur: Das Team von Trainer Mauricio Pochettino verpflichtete in diesem Sommer keinen einzigen Spieler. Damit ist der Club aus Nordlondon der erste Premier-League-Verein, welcher seit der Einführung des Transferfensters im Jahr 2003 keinen einzigen Ab- oder Zugang vermeldete. Einzig der Niederländer Vincent Janssen kehrt von einer Leihe bei Fenerbahce Istanbul zu den „Spurs“ zurück. Dafür konnte der Drittplatzierte der vergangenen Saison alle Leistungsträger, darunter WM-Torschützenkönig Harry Kane, halten.

Allerdings waren ganze zwölf Akteure in Diensten von Tottenham in Russland im Einsatz. Neun Spieler standen sogar im Halbfinale, absolvierten das Maximum an Turnierspielen. Es bleibt abzuwarten, wie der Traditionsclub die enorme Belastung und vergleichsweise kurze Pause des Personals verkraften wird.

Lesen Sie hier: Jürgen Klopp jagt Pep Guardiola

Besonders aktiv war hingegen der FC Everton, der am Donnerstag noch Yerry Mina vom FC Barcelona für rund 30 Millionen Euro verpflichtete und dessen Teamkollegen Andre Gomes auslieh. Außerdem sicherten sich die Toffees die Dienste des Brasilianer Bernard, der seit dem Sommer vereinslos war.

Der teuerste Torhüter aller Zeiten

Den wohl spektakulärsten Transfer vermeldete der FC Chelsea mit der bereits erwarteten Verpflichtung des Torhüters Kepa von Athletic Bilbao. Mit einer Ablösesumme von rund 80 Millionen Euro wird der 23 Jahre alte Spanier zum teuersten Keeper der Fußball-Historie. Gleichzeitig wechselte der Belgier Thibaut Courtois zu Real Madrid, laut spanischen Medien für deutlich weniger Geld. Die Blues leihen außerdem Verteidiger Mateo Kovacic für ein Jahr von Real aus.

Meister Manchester City nahm den 19 Jahre alten Australier Daniel Arzani unter Vertrag. Die Topclubs Manchester United, FC Liverpool und FC Arsenal gaben keine weiteren Zugänge bekannt. Am Freitagabend startet die neue Saison der englischen Liga mit dem Spiel Manchester United gegen Leicester City (21 Uhr).

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: