Papst Franziskus erhält den Karlspreis. Foto: ANSA

Die Preisverleihung soll - anders als üblich - allerdings nicht in Aachen stattfinden, sondern in Rom. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Der Karlspreis wird seit 1950 für besondere Verdienste um die europäische Einigung verliehen.

Aachen - Der Karlspreis 2016 geht an Papst Franziskus. Das gaben das Karlspreisdirektorium und die Stadt Aachen bekannt. Die Preisverleihung soll - anders als üblich - 2016 allerdings nicht in Aachen stattfinden, sondern in Rom. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Der Karlspreis wird seit 1950 für besondere Verdienste um die europäische Einigung verliehen. Papst Franziskus ist der 58. Träger des nach Karl dem Großen (747/748-814) benannten Preises.

Die EU habe in den vergangenen Jahren Krisen und Rückschläge erlebt, stellte das Karlspreisdirektorium in der Begründung fest. „In dieser Zeit, in der viele Bürgerinnen und Bürger in Europa Orientierung suchen, sendet Seine Heiligkeit Papst Franziskus eine Botschaft der Hoffnung und der Ermutigung aus“, hieß es.

Eine „Stimme es Gewissens“

Der Papst sei eine „Stimme des Gewissens“, die mahne, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Und die daran erinnere, dass Europa verpflichtet sei, Frieden, Freiheit, Recht, Demokratie und Solidarität zu verwirklichen - aufbauend auf den Idealen seiner Gründungsväter.

2015 hatte EU-Parlamentspräsident Martin Schulz die Medaille erhalten. Auch ein Papst wurde schon mal ausgezeichnet - Johannes Paul II. erhielt 2004 in Rom allerdings einen „außerordentlichen“ Karlspreis. Bei Franziskus handelt es sich hingegen um die traditionelle Auszeichnung.

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